Vom Schwindel

In letzter Zeit ist mir oft schwindelig. Hauptsächlich dann, wenn ich mich hinlege oder mich im Liegen von einer Seite zur anderen umdrehe. Wenn ich aufstehe, verschwindet das Schwindelgefühl meistens. Nur morgens, direkt nach dem Weckerklingeln, begleitet es mich noch für ein paar Minuten. Dann muss ich aufpassen, dass ich keine abrupten Bewegungen mit dem Kopf vollführe, weil es mir sonst die Beine wegzieht. Vor kurzem hatte ich mir vorgenommen, deswegen mal zum Arzt zu gehen. Aber dann verschwand der Schwindel wieder.

Nun ist er, seit ein paar Tagen, wieder da. Morgens muss ich aufpassen, dass ich nicht zu schnell aufstehe und mich nicht zu ruckhaft bewege, damit ich nicht umfalle. Heute hatte ich, nach einem wirklich harten Arbeitstag, zum ersten Mal auch tagsüber etwas vom Schwindel. Auf der Heimfahrt, nach der Arbeit, hätte ich am liebsten, wie ein kleines Mädchen, losgeheult. Vor Erschöpfung, Wut und Frustration über die Herausforderungen, die mein Arbeitstag für mich bereithie…

Vom aha-Effekt

Ich frage mich seit Monaten, wie es mir passieren konnte, dass ich mich von T. so habe konditionieren lassen. Ich, erwachsen, auf eigenen Beinen stehend, einigermaßen selbstbewusst, stolz. Ausgerechnet ich. Aber ich weiß es jetzt. Heute Abend habe ich es, anhand eines Mannes, der mir sehr viel bedeutet, gelernt: Menschen, denen ich Gefühle entgegenbringe, haben ein wunderbares Mittel, um mich unter Druck zu setzen und ganz leicht zu manipulieren. Sie haben das perfekte Instrument in der Hand, um mich vollkommen gefügig zu machen: Ich kann es nicht ertragen, wenn sich jemand von mir verletzt fühlt oder wütend auf mich ist. Wenn man mir Liebe entzieht. Das tut mir ziemlich weh. Dann fühle ich mich vollkommen hilflos, bin total verunsichert und ziehe mich in meine Muschel zurück.

Wenn ich darüber nachdenke, geht das wohl auf einige Erlebnisse in meiner Kindheit zurück. Meine Mutter hat mich häufig, als ich klein war, mit Liebesentzug bestraft. Sie hat mir in diesen Situationen um die Ohren geknallt, wie enttäuscht sie von mir ist und dass sie mich nicht mehr sehen will. Dann wurde ich auf mein Zimmer geschickt. Teilweise hat sie es ziemlich lange durchgehalten nicht mehr mit mir, ihrem Kind, zu reden. Bis sie sich irgendwann dazu durchringen konnte, wenigstens wieder das nötigste mit mir zu sprechen... Diese Momente, in denen sie sich gezwungen hat, wieder mit mir zu sprechen, haben sich jedes Mal angefühlt wie ein Gewaltakt.

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