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Es werden Posts vom November, 2013 angezeigt.

Vom Irren

Es ist nicht so, dass ich nicht versucht habe, mich mit ihm darüber zu unterhalten. Aber wenn ich daran denke, wird mir übel. Weil ich seine Argumentation so unterirdisch finde.
"Was soll ich denn tun, wenn ich dich anfassen will? Dann muss ich das doch."
"Ich kann nichts dafür, dass du scharf bist."
"Du tust ja gerade so, als hätte ich dich vergewaltigt."
"Nicht, dass du jetzt zu einer frigiden Trulla wirst!"

Heute hat mich jemand, der diesen Blog liest, gefragt, ob mich dieses Thema, das ich in meinem Jahresrückblick angeschnitten habe, noch beschäftigt. Meine Antwort war "Ja." Danach konnte ich nicht mehr sprechen, weil der müselig zusammengekleisterte Staudamm sich angefühlt hat, als wäre er kurz davor, zu brechen. Ich hatte sofort Tränen in den Augen und einen riesigen Kloß im Hals. Das hat mich selbst erschrocken. Bisher war mir nicht bewusst, wie tief meine Empfindungen dazu gehen. Aber wie sollte mir das auch bewusst sein: Ich…

Von der Lust

Manchmal verliere ich mich in kurzen Tagträumen. 
Dann schweift mein Blick zum Fenster und ich stelle mir vor, wie ich dort stehe, hinausschaue und er leise von hinten an mich herantritt. Ohne etwas zu sagen schlingt er einen Arm fest um meinen Oberkörper, während er mit der anderen Hand meinen Rock hochschiebt, den Reißverschluss seiner Hose öffnet, meine Unterwäsche ohne Umschweife beiseite schiebt und tief in mich eindringt. Unwillkürlich beuge ich mich vor, klammere mich an das Fensterbrett und keuche leise. 
Es muss ein seltsames Bild abgeben, wenn man von außen beobachtet, wie wir hier, eng aneinander gedrückt, stehen, er, seltsam gelassen, ich, mit leicht geöffneten Lippen. Zwei Menschen, die das bunte Treiben vor dem Fenster beobachten. Währernd er mich nimmt. Hart, schnell und präzise.