Von der Gefühlsachterbahn

Es ist die Zeit der Oktoberfeste und auf einem solchen befinde ich mich schließlich am Samstagabend. Aus beruflichen Gründen. Der Brausepulvermann ist nicht anwesend. Und so gehe ich entspannt an diesen Abend heran, drehe mich in meinem Dirndl über die Tanzfläche und lasse mich, um meine Füße zu schonen, immer mal wieder von Gespräch zu Gespräch treiben.
"Wer ist eigentlich der Mann, der dich so scharf findet?", fragt eine Bekannte, "Zeigst du ihn mir?".
Als ich auf einen Mann, an einem der Tische in unserer näheren Umgebung, deute, zieht sie die linke Augenbraue nach oben.
"Ernsthaft?!", fragt sie, "Dem ist aber schon klar, dass er so gar nicht in deiner Liga spielt, oder?"
"Bitte?", frage ich verblüfft.
"Na ja. Der ist ungefähr 15 Jahre älter als du und... nicht dünn. Und er bekommt graue Haare!"
Ich schweige. Mir gefällt nicht, was sie sagt. Weil ich Laurenz mag. Ihn und seine Augen. Die mir so viel mehr über ihn verraten, …

Von der Verunsicherung

Dank des Soulweepers hat sich mein bisher ziemlich ungelesener Nischen-Blog heute für einen Tag verselbstständigt: Mein verwirrter Blick heute Morgen, um 08:00 Uhr, war sicherlich Gold wert, als ich völlig schlaftrunken feststellte, dass der letzte Beitrag sage und schreibe (!) 73 Mal mehr Zugriffe hatte, als für gewöhnlich um diese Uhrzeit. Augenreiben hat dagegen nicht geholfen, ehrlich, ich habe es versucht! Kurz bevor ich ziemlich verlegen geworden bin und es sich ein bisschen komisch angefühlt hat, plötzlich gelesen zu werden... Es ist vermutlich albern, aber ich durfte lernen, dass man auch in Bezug auf das Bloggen ganz schön schüchtern werden kann.

Nicht ganz passend dazu, wird es hier aber die nächsten drei Tage ruhig. Die Chucks, das zerschnittene T-Shirt, Schlumpel-T-Shirt, Jeans, ein Buch, ein Cocktailkleid, Ballerinas, Pumps (Nicht fragen. Man weiß ja nie.) und Schlafsachen bilden eine lustige Mischung in meiner Reisetasche. Ich mache mich nun auf den Weg zum ersten großen Konzert in diesem Jahr. Eigentlich freue ich mich. Aber in den letzten Tagen wurde mir von verschiedenen Menschen derartig oft ans Herz gelegt, vor dem Konzert zu schauen, wo sich die Notausgänge befinden, dass sich doch ein kleines, ungutes Gefühl in mir verankert hat. Die E-Mail des Veranstalters zu den verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, in der unter anderem steht, dass sämtliche Besucher Bodychecks unterzogen werden, macht es nicht wirklich besser. Es ist schon eine seltsame Welt (oder: politische Situation) in der wir da gerade leben.
Ich werde es darum mit der Empfehlung einer guten Freundin halten, die mir nahelegte, auf mein Bauchgefühl zu hören und zu gehen, wenn es sich richtig anfühlt. Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass es dazu kommen wird. Stattdessen werde ich rumhüpfen und schreien und die Musik genießen. Denn es ist ja nicht ganz unwahrscheinlich, dass ich diese musikalische Legende das letzte Mal auf einer Bühe zu sehen bekomme. Der Wetterbericht sagt Regen und Gewitter an: Ich liebe es, im Regen zu tanzen.

Kommentare

  1. Antworten
    1. ...und einen Satz trockene Klamotten!^^

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    2. @DrSchwein: Vielen Dank, den hatte ich definitiv - trotz Unterbrechung, Regen und Gewitter. Es war wunderbar!

      @Rain: Ich hatte KEINEN Satz trockener Klamotten mit. Tatsächlich wäre ein Satz trockener Kleidung aber auch nicht ausreichend gewesen. Vermutlich hat mich der Regen mindestens dreimal bis auf die Haut durchnässt. Von daher bin ich ganz froh, mir das überflüssige Gepäck erspart zu haben.

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  2. das hört sich nach viel guter laune und spaß an...viel spaß und nicht zu nah an die boxen...die speien mit sicherheit mehr als 110 db....;-)

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    1. Danke, danke! Ich bin noch ganz berauscht - es war einfach nur toll! :-)

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