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Es werden Posts vom November, 2017 angezeigt.

Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Von Sommersprossen

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"Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf — Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille —
und hört im Herzen auf zu sein."

(Rainer Maria Rilke: Der Panther)

Von Tagebuchsachen

"Nicht nur in der Zeit sind wir ausgebreitet. Auch im Raum erstrecken wir uns weit über das hinaus, was sichtbar ist. Wir lassen etwas von uns zurück, wenn wir einen Ort verlassen, wir bleiben dort, obgleich wir wegfahren."

(Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon)
Früher habe ich mich oft als "Verzögerungsmensch" bezeichnet, also als jemanden, der auf ein Übermaß an Schmerz erst einmal reagiert, indem er gar nichts empfindet und jeder Empfindung zunächst vollkommene Taubheit entgegensetzt. Bis die ganzen Gefühle nach und nach anfangen, in mein Bewusstsein hineinzusickern. Dosiert. Wenn ich auf die letzten Monate zurückblicke, kommt es mir allerdings eher so vor, als hätte ich an einem bestimmten Punkt meine Gefühle rigoros abgeschaltet. Irgendwo zwischen hier und da habe ich beschlossen, nichts mehr fühlen zu wollen. Anfangs habe ich noch auf das Einsetzen des Schmerzes gewartet. Mittlerweile habe ich das Warten aufgegeben. Und lebe stattdessen. Was mir irgendwi…

Vom Wunsch nach Kompensation

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Im letzten Jahr hatte ich die Polizei ziemlich oft im Büro. Dieses Jahr ist es andersherum und ich selbst bin es, die fast schon regelmäßig auf der Polizeiwache sitzt. Oder bei der Kripo. Und allmählich spüre ich, dass das anfängt, mir an die Substanz zu gehen. Die Themen, die besprochen werden, sind bunt: Menschenhandel, Freiheitsberaubung, räuberische Erpressung, Körperverletzung, Stalking, Beleidigung, Diebstahl, Hehlerei ... Ich habe zu großen Teilen Jura studiert, unter anderem Europäisches Recht. Darauf aufbauend habe ich bei meinem Zwischenjob in einer Anwaltskanzlei ziemlich viel Wissen anhäufen können. Vor allem in den Bereichen Strafrecht, Arbeitsrecht, Familien- und Sozialrecht. Dieses Jahr aber schult mich in rechtlicher Hinsicht nochmal ordentlich nach. Und außerdem lerne ich, dass es Frauen gibt, die ihre Knutschpartner verklagen, weil sie glauben, Küssen würde Schwangerschaften verursachen. Ein Hoch auf unsere geduldigen Polizisten. Die klären auch diese Fälle auf.

Ich …

Vom Loslassen

Irgendwo auf unserem Weg habe ich bedauerlicher Weise mein Vertrauen in dich verloren. Vermutlich zwischen einem der gebrochenen Versprechen und einer deiner Versicherungen, jetzt würde sich alles ändern.
"Ist das dein Ernst?!", fauche ich, versteckt hinter meinem Computerbildschirm, als ich auf Arbeit mal kurz meine Mails checke. "Wenn du das so willst, kannst du das haben.", füge ich hinzu, "Kannst du gerne!" Nun schon stiller. Meine Kollegin sieht mich mit großen Augen an. "Dich will ich aber auch nicht zum Feind haben, Muschelmädchen.", sagt sie. Mein Ausbruch irritiert sie. Man muss mich schon wirklich lang und intensiv reizen, damit ich aus der Haut fahre.

Du schreibst, dass du dich von mir betrogen und verraten fühlst. Dass du beginnst, mich zu hassen. Und deine Wortwahl ist ziemlich grenzwertig. Wenn ich darüber nachdenke, fällt mir auf, dass sich unsere damalige Beziehung eigentlich kaum von der heutigen unterscheidet: Früher konnte ich…

Von der körperlichen Zerrissenheit

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(Sonntagsgedanken. Die gab es so ähnlich schon einmal.  Geistern mir aber heute wieder im Kopf herum.)
Schon als ich ein kleines Kind war, war ich unzufrieden mit meinem Körper. Wann immer ich mich auf einem Foto sah oder mich im Spiegel betrachtete, fühlte ich mich dick und unförmig. Egal, wie viel ich letztendlich wirklich wog, ob 49 Kilogramm oder 86 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1.75 Meter. Meinen Bauch empfinde ich als zu dick, meine Brüste als zu groß und dann gibt es da noch allerlei andere körperliche Dinge, die ich einfach nicht an mir mag, wie etwa meine Nase, die mir zu spitz ist, mein Mund, der mir schräg vorkommt und mein Hintern, der mir oft zu klein war. Viele Jahre lang habe ich mich gefragt, woran das liegt und voller Leidenschaft davon geträumt, in die Figur eines dieser Hochglanzmodels, die einen von den Seiten etlicher Werbeprospekte anlächeln, schlüpfen zu dürfen. Die Wahrheit ist: das wird nie passieren. Mit dem Körper, den ich mein eigen nenne, werde ich l…

Vom Staunen

Vom Brennen

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"Komm mir nicht zu nahe, sonst kann's geschehen,
dass wir beide lichterloh in Flammen stehen..."

(ASP: Ich will brennen)