Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Vom verheirateten Sportler

Der verheiratete Sportler, den ich ab und an auf beruflichen Events treffe, ist auch da. Ich registriere seine Anwesenheit, noch bevor er mich sieht. Hinter der Bar bedient er geschickt den Zapfhahn und mixt Cocktails. Mir fällt auf, dass er gut aussieht. Blonde, leicht strubbelige Haare, gebräunte Haut, breites Kreuz. Das dunkelblaue T-Shirt, das er zu einer Blue Jeans trägt, setzt seine Muskeln perfekt ins Szene. Offensichtlich bin ich momentan sexuell nicht ausgelastet. Nur so kann ich mir erklären, dass mir seine Attraktivität überhaupt auffällt.

"Hallo Schätzelein", begrüßt meine Freundin den Sportler und lässt mich den Satz ergänzen. "Wir hätten gerne zwei Cocktails.", sage ich lächelnd. Seine Augen weiten sich überrascht, als er hochsieht. "Oh... Hallo ihr zwei!", grinst er schief. In seinen Augen sehe ich einen Hauch von Unsicherheit schimmern. Doch ich komme gar nicht dazu, diesen zu hinterfragen. Ich folge einfach seinem Blick, der an der Dame hängenbleibt, die neben ihm steht und gerade zwei Bier auf den Thresen stellt. Schlagartig wird mir klar, dass das seine Frau ist und damit ist klar, dass ich ihn in ein Gespräch verwickle. Während ich mich mit ihm unterhalte, koste ich sein Unwohlsein aus, provoziere es sogar. Dass ist meine Art mich für seine unverhohlenen, beharrlichen Flirtversuche zu revanchieren, die ich wieder und wieder versucht habe, einigermaßen charmant abzubügeln. Kurz blitzt in mir die Erinnerung daran auf, wie wir in einer kleiner Runde beisammen sitzen. Er erzählt von seiner Ehefrau und seinen Kindern. Dennoch fällt mir auf, dass er wieder und wieder das Wort an mich richtet, obwohl die Runde groß genug und viele andere Menschen im Raum wesentlich unterhaltsamer sind, als ich es bin. Mit steigendem Alkoholpegel in meiner Umgebung, ziehe ich mich, vollkommen nüchtern, immer mehr in mich selbst zurück und verstumme. Er greift nach meiner Hand. Will mit dem Daumen sreicheln. Als ich sie ihm das dritte oder vierte Mal entziehe, spüre ich, wie rauh seine Hände sich anfühlen. Männerhände. Denen man die harte, körperliche Arbeit anmerkt. Den flüchtigen Gedanken daran, dass er schöne Lippen hat, schiebe ich weg. Kein Interesse.

"Und?", er schiebt die Cocktails über den Thresen, beugt sich zu mir und stützt seinen Kopf auf die Hand. Viel zu nahe. "Bekomme ich heute eine Privatvorstellung?", fragt er leise. Fragend und ein wenig verwirrt schaue ich ihn an. "Du, nackt auf dem Spielfeld?", er deutet mit dem Kopf auf den Volleyballplatz hinter mir. Vermutlich sehe ich nicht besonders intelligent aus, wie ich ihn mit aufgerissenen Augen anstarre und es nicht so recht glauben kann, dass er das gerade wirklich gesagt hat. Der Mann ist mutig. Mein Blick schnellt von ihm zu seiner Frau und kehrt schließlich zu seinem Ausgangspunkt zurück.  Ich brauche keinen Spiegel, um zu wissen, dass mein Gesicht gerade rot anläuft. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob vor Verlegenheit, vor Scham oder vor Wut auf so viel Unverfrorenheit. "Das willst du nicht sehen!", gebe ich zurück. Was schlaueres fällt mir auf die Schnelle nicht ein. Aber wenigstens liegt ein warnender Unterton in meiner Stimme. Ohne zu zögern wende ich mich ab. Während meine Freundin sich durch die Menschenmassen tobt, lasse ich mich auf einer Bank nieder, nippe an meinem Cocktail und genieße die Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Ab und an fange ich ein Lächeln des Sportlers auf. Aber es wärmt mich nicht. Ich beobachte, wie er und seine Frau gemeinsam die Getränke ausgeben. Sie wirken dabei seltsam entfremdet. Alles, was ich fühlen kann, ist Mitgefühl. Für seine Frau. Die offenbar keine Ahnung hat, was ihr Mann in seiner Freizeit treibt. Für ihn. Der sich offenbar in seiner Ehe eingesperrt fühlt. Zurück bleibt ein schales Gefühl.

Und ich merke, dass ich alt bin.
In meinem Alter sind die Menschen nun teilweise schon verheiratet.
Oder haben, schlimmer noch, schon Kinder..
Unfassbar ist das. Ich fühle mich so wenig erwachsen.

Kommentare

  1. Ich habe mich noch nie erwachsen gefühlt. Dabei bin ich schon richtig alt.

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    1. Wer will denn schon erwachsen sein? Erwachsensein ist langweilig. Wichtig ist nur das gefühle Alter. ;-)

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  2. Ich hab ja nix gegen offene Beziehungen, Polyamorie und all das - im Gegenteil. Wer mich kennt, weiß das.

    Aber was mich ankotzt ist Unaufrichtigkeit, Verlogenheit, Heimlichtuerei und ein Ausleben der eigenen Sexualität, die das Gegenüber nicht als Menschen wahrnimmt, sondern als eine Art Sportgerät.

    Kurzfassung: was für ein Arxxxloch! 😡

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    1. Danke! Eigentlich haben Sie vollkommen recht... Auf der anderen Seite bin ich ein wenig hin- und hergerissen: Es es immer einfach, etwas von außen zu verurteilen, wenn man nicht in den Schuhen desjenigen steckt, der betroffen ist. Ich vermute, dass es eine ziemlich schwierige Gratwanderung sein kann, zwischen den Bedürfnissen von Ehefrau/Kindern und den eigenen Bedürfnissen wählen zu müssen, wenn alle Bedürfnisse wichtig sind, sich aber doch gegenläufig zu einander verhalten.
      Aber was weiß ich schon? :-)

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