Von 33 Fragen an Frauen / 1-11

Zurzeit mag ich keine Freitexte schreiben. Aber das macht ja nichts, weil das Internet ein stetiger Quell der Freude ist. So bin ich über einen (wenig anspruchsvollen) Artikel in der Welt gestoßen, in dem Männer Fragen an Frauen stellen, deren Antwort sie angeblich schon immer mal interessiert hat. Weil ich gerade selbst dabei bin eine Liste von Mädchenfragen zu erstellen, die ich Männern schon immer mal stellen wollte, nutze ich die Gelengeheit und hangle mich mal durch den Wust an mehr oder minder seltsamen Fragen.

Quelle: 33 Dinge, die Männer gern von Frauen wissen wollen, von welt.de
1. Sollen wir Euch auf der Straße ansprechen?

Ja. Ein paar alternative Vorschläge habe ich trotzdem noch:
in der Bahn (Bahngespräche können bezaubernd sein, wenn der Mann interessant ist. Und irgendwie sind sie wild romantisch, weil sie immer mit einem Abschied enden.)in einer Buchhandlung (Mein Favorit! Männer die lesen sind sehr attraktiv!)in einer Kneipe (Wobei es hierbei von Vorteil wäre, wenn du, …

Von der Bedeutung

Abends krame ich meine kleine Lieblingsschatuelle hervor, die mir ein guter Freund zu meinem 16. Geburtstag schenkte. Alle Kleinigkeiten, die für mich von Bedeutung sind, sammle ich dort seit jenem Geburtstag. Die erste Rasierklinge, die ich über Jahre hinweg benutzt habe, selbst als sie schon ganz abgenutzt und stumpf war. Der letzte Brief von Ephraim, den er mir schrieb. Ein Haustier aus Kronkorken, welches mir ein Punk schenkte, als ich mich so sehr nach einem Haustier zum Liebhaben sehnte. Der metallene Schmetterling, den ich mir nach dem Tod meines Opas von seiner Gardine pflückte und heimlich in meine Hosentasche gleiten ließ. Die Brosche meiner über alles geliebten Uroma. Ein kleiner runder Glasstein, der mich an ein denkwürdiges Silvester in Hamburg erinnert, an dem ich das neue Jahr aus der Luft begrüßte. Ein Foto von meinem ersten ernsthaften Blind Date, dem zehn Jahre steter E-Mail-Verkehr vorangingen. Ein Plastik-Büstenhalter im Miniaturformat, den ich auf einer Party einsammelte, auf der wir alle nackt auf den Tischen tanzten und der Lilafarbene die Wiese staubsaugte. Gedichte vom Lilafarbenen, die von unserer Liebe zu Whiskey, durchzechten Nächten und philosophischen Diskussionen zeugen. Die Schablone der Friedenstauben, die wir Nachts an die Wände sprayten. Zwei Visitenkarten sowie zwei Büroklammern, die mir der Zaubermann schenkte. Die Scherbe, die die größte Narbe hinterlassen hat. Briefe. Jede Menge Briefe. Kleine und große. Viele, viele andere Dinge. Alles Erinnerungen, die ich niemals vergessen wollte.

Heute, am Abend des 31.05.2017, falte ich ein kleines Stück Papier dreimal. Damit ich nie wieder vergesse, dass es das Salz ist, das die bösen Geister vertreibt. Und wer derjenige war, der es geschafft hat, sie fortzujagen.


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