Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Von Topf und Deckel

Laut dem Rest der Welt sind wir Ernie und Bert, Topf und Deckel, Wallace und Gromit, Waldorf und Statler, Arsch und Eimer. Beide in der gleichen Stadt geboren, nur wenige hundert Meter von einander entfernt die Kindheit verbringend, lernen wir uns jedoch erst 29 Jahre später kennen. Dabei stellen wir fest, dass wir nicht nur die gleiche Sprache sprechen und einander ergänzen, sondern sogar gleich denken. Jeder von uns wohnt im Kopf des anderen. Uns reicht ein Blick, um zu wissen, was der andere denkt. Oftmals brechen wir in Anwesenheit von anderen Menschen unvermittelt in herzliches Gelächter aus, welches sich noch intensiviert, wenn wir in die verständnislosen Gesichter in unserer Umgebung blicken. Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt mit dem ich so lachen kann: Wir lachen bis uns die Tränen über das Gesicht laufen und der Bauch wehtut. Dabei erklären wir uns gegenseitig mit viel Phantasie die Welt, denken uns aus, wie Rauhhaardackel entstehen und phantasieren davon, wie wir später, als ganz alte Damen, Rollatorwettrennen auf der Landstraße fahren werden.

Heute heizen wir viel zu schnell auf der linken Spur über die Autobahn. Wir tragen Sonnenbrillen und halten jeweils einen Arm aus dem Fenster, während wir auf unseren Sitzen zur laut aufgedrehten Musik umherhibbeln und vollkommen inbrünstig singen:

"I was born to love you
with every single beat of my heart
yes, i was born to take care of you
every single day of my life
I wanna love you, i love every little thing about you
i wanna love you, love you, love you"

(Queen: Born to love you)

Natürlich kann keine von uns beiden singen. Aber das hindert uns nicht daran, alle Leidenschaft, die wir aus der letzten Faser unseres kleinen Zehs ziehen, in diesen  Song zu legen. Als er endet, sind wir ganz außer Atem. Ich spüre, dass sie mich ansieht und fange ihren Blick auf. Sie lächelt. "Bei diesem Lied muss ich immer an dich denken.", sagt sie. Das Glück kitzelt sich durch meinen Körper. Jeder Mensch sollte so eine verrückte, liebenswerte Person wie sie an seiner Seite haben.


(03.06.2017)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Von Tagebuchsachen

Vom Aufräumen

Von Dingen