Von 33 Fragen an Frauen / 1-11

Zurzeit mag ich keine Freitexte schreiben. Aber das macht ja nichts, weil das Internet ein stetiger Quell der Freude ist. So bin ich über einen (wenig anspruchsvollen) Artikel in der Welt gestoßen, in dem Männer Fragen an Frauen stellen, deren Antwort sie angeblich schon immer mal interessiert hat. Weil ich gerade selbst dabei bin eine Liste von Mädchenfragen zu erstellen, die ich Männern schon immer mal stellen wollte, nutze ich die Gelengeheit und hangle mich mal durch den Wust an mehr oder minder seltsamen Fragen.

Quelle: 33 Dinge, die Männer gern von Frauen wissen wollen, von welt.de
1. Sollen wir Euch auf der Straße ansprechen?

Ja. Ein paar alternative Vorschläge habe ich trotzdem noch:
in der Bahn (Bahngespräche können bezaubernd sein, wenn der Mann interessant ist. Und irgendwie sind sie wild romantisch, weil sie immer mit einem Abschied enden.)in einer Buchhandlung (Mein Favorit! Männer die lesen sind sehr attraktiv!)in einer Kneipe (Wobei es hierbei von Vorteil wäre, wenn du, …

Von viel zu kurzen Momenten

Früher hätte er gelesen, aber in den letzten Jahren hat er fast vollständig sein Augenlicht verloren. Außerdem konnte er sich, im Zuge der fortschreitenden Demenz, irgendwann nicht mehr auf seine Bücher konzentrieren. Was ihm geblieben ist, ist seine Liebe zur klassischen Musik. Als wir ihn besuchen, sitzt er, eine dünne Decke über seinen Knien, in seinem Lieblingsessel und lauscht mit halb geschlossenen Augen hingebungsvoll der Sinfonia No. 9 von Johann Sebastian Bach, die im Hintergrund läuft. Um ihn nicht zu erschrecken, dreht meine Oma die Musik vorsichtig leiser, bevor sie an ihn herantritt.
"Hallo Hans.", grüßt sie ihn leise. Instinktiv wendet er sein Gesicht ihr zu. Blinzelt gegen die Schatten, die vor seinen Augen tanzen, an. Sie beugt sich zu ihm hinab, so nahe, dass sich ihre Nasenspitzen fast berühren. Damit er sie schemenhaft erkennen kann.
"Weißt du heute, wer ich bin?", fragt sie sanft und senkt die Augen, um die Angst, die in ihrem Blick liegt, zu verbergen. Doch bei dem Klang ihrer Stimme fängt mein Opa plötzlich an über das ganze Gesicht zu strahlen. Seine Hände tasten nach ihr und legen sich auf ihre Wangen. Behutsam zieht er sie näher zu sich heran und küsst sie auf ihre Lippen. Wobei er die Leidenschaft eines jungen Mannes an den Tag legt.
"Aber natürlich weiß ich, wer du bist.", antwortet er liebevoll. Seine Stimme klingt fest und sicher:
"Du bist meine geliebte Frau. Seit über 60 Jahren." Die Augen meiner Oma weiten sich überrascht, als sie versteht, dass er sich heute an sie erinnern kann. Zu ihr zurückgekehrt ist für ein paar viel zu kurze Momente.
"Und du bist mein Mann.", flüstert sie heiser, während sie sich in seinen Arm schmiegt. In ihren Augen schimmern Tränen.


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