Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Vom inneren Druck

Manchmal sehne ich mich nach einer Berührung. Der wohl intimsten Berührung, die es für mich gibt. Sie ist nicht sexueller Natur. Und trotzdem ist sie so viel bedeutsamer. Ich sehne mich nach jemanden, der sich vor mich setzt und seine Hände um meine Handgelenke legt. Der seine Daumen dorthin schiebt, wo man meinen Puls fühlen kann und sie unter leichten Druck dort ruhen lässt. Dabei nicht mit mir spricht, aber mir, indem er meinen Blick hält, das Gefühl vermittelt, dass alles gut ist. Und das es okay ist. Und dass es vorbei geht. Dass es manchmal nur darum geht, zu atmen und zwei, drei, vierhundertundfünf Momente vorbeiziehen zu lassen. Bis das Bedürfnis, körperlichen Schmerz zu fühlen, allmählich schwindet.

Manchmal jogge ich in diesen Momenten einfach los. Das hilft. Heute setze ich Musik dagegen. Das entpuppt sich nicht als die beste Wahl, weil ich irgendwann am frühen Abend ein paar alte Bands ausgrabe, die ich vor vielen Jahren in einer Phase, in der umgedrehte Kreuze und schwarze Kleidung einen großen Teil meines Lebens einnahmen, gehört habe - nicht gerade lebensbejahende Musik. Alles, wie immer, ganz okay, bis ich nicht mehr widerstehen kann und "12 Black Rainbows" von Type O Negative anschalte. Von da an geht es wie gewöhnlich abwärts. Von Sekunde zu Sekunde werde ich unsicherer, wie lange ich die Spannung in meinem Körperinneren noch aushalten kann.

Aber es geht schon.
Wenn ich die Kuppen von Zeigefinger und Daumen fest zusammendrücke, habe ich das Gefühl, ein bisschen besser atmen zu können. Einfach die Musik noch ein bisschen lauter drehen. Den Kopf frei pusten lassen.


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