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Vom Irren

Es ist nicht so, dass ich nicht versucht habe, mich mit ihm darüber zu unterhalten. Aber wenn ich daran denke, wird mir übel. Weil ich seine Argumentation so unterirdisch finde.
"Was soll ich denn tun, wenn ich dich anfassen will? Dann muss ich das doch."
"Ich kann nichts dafür, dass du scharf bist."
"Du tust ja gerade so, als hätte ich dich vergewaltigt."
"Nicht, dass du jetzt zu einer frigiden Trulla wirst!"

Heute hat mich jemand, der diesen Blog liest, gefragt, ob mich dieses Thema, das ich in meinem Jahresrückblick angeschnitten habe, noch beschäftigt. Meine Antwort war "Ja." Danach konnte ich nicht mehr sprechen, weil der müselig zusammengekleisterte Staudamm sich angefühlt hat, als wäre er kurz davor, zu brechen. Ich hatte sofort Tränen in den Augen und einen riesigen Kloß im Hals. Das hat mich selbst erschrocken. Bisher war mir nicht bewusst, wie tief meine Empfindungen dazu gehen. Aber wie sollte mir das auch bewusst sein: Ich…

Vom kleinen Jahresrückblick 2018

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"But I'm a sunflower, a little funny
If I were a rose, maybe you'd want me
If I could, I'd change overnight
I'd turn into something you'd like"

(Sierra Burges: Sunflower)
Von diversen Abschieden:
2018 war ein Jahr voller Abschiede. Abschiede von geliebten Menschen, die verstorben sind. Ein Abschied von einem Kind, das ich nicht bekommen sollte. Und ein Abschied von meinem ältesten und liebsten Freund, der in einer Mischung aus Alkohol und anderen Drogen so körperlich übergriffig geworden ist, dass ich ihn geschlagen habe, um ihn abzuwehren. Ich weiß seitdem nicht so recht, wofür ich mich mehr schäme: Dafür das ich, der wohl friedfertigste Mensch dieser Welt tatsächlich handgreiflich geworden bin, oder dafür, dass er mein Vertrauen so missbraucht und versucht hat, mich sexuell zu erniedrigen. Klar ist mir momentan nur eines: Das war einmal unsere Freundschaft. Denn so ein Verhalten könnte ich nicht einmal dann verzeihen, wenn ich es wollte.
Das hat mich zieml…

Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Vom Einzelspieler

Zurzeit denke ich mir jeden Abend, dass ich nicht bloggen kann. Ich kann weder schreiben, was in mir vorgeht, noch finde ich die Kraft dazu, Kommentare zu beantworten. In mir ist es einfach ziemlich leer. Was irgendwie doof ist, denn ein Blog ist dazu da, dass man ihn beschreibt. Aber das will mir gerade nicht gelingen.
Ich finde keine Worte.

Seit ein paar Wochen arbeite ich vorübergehend in einem anderen Büro. Und in diesem Büro herrscht der absolute Totentanz. Da ich es seit Jahren gewohnt bin, immer mindestens und stetig 150% im Job zu geben, einem konstant fast unbeherrschbarem Stresslevel ausgesetzt zu sein und in einem Team zu arbeiten, das unfassbar ehrgeizig ist, fällt es mir jetzt wahnsinnig schwer, die Stille im Büro zu ertragen. Das Telefon klingelt nicht einmal hundertmal innerhalb von neun Stunden. Plötzlich ist da ein luftleerer Raum, in dem ich es sogar schaffen würde, zu bloggen, wenn ich denn eine Idee hätte, worüber ich schreiben könnte. Sogar WhatsApp-Nachrichten könn…

Von Gewichtigem - KW 47

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Am Wochenende findet dieses kleine Fest statt, bei dem es darum geht, so viel wie möglich zu essen, denn was an Gerichten an den einzelnen Ständen angeboten wird, ist alles andere als gewöhnlich. Also nehme ich mir schon in der Woche davor vor, an diesem Tag einfach nur zu schlemmen. Ich möchte Steak am Spieß essen und Cupcakes und Süßkartoffelpommels und einfach alles, nach dem mir so der Sinn steht. Ich finde, dass ich mir das verdient habe. Seit einigen Tagen zeigt meine Waage immerhin die 67 Kilogramm an, pendelnd zwischen 67,2 kg und 67,7 kg. Das ist völlig okay und damit kann ich leben. Das Ziel - die glatten 67 Kilogramm - ist nahe. Aber da es eigentlich nur mein Ziel war, mal eine sieben hinter der sechs zu sehen, erachte ich es insgeheim bereits als erreicht.

Blöd ist, dass ich meinem guten Vorsatz, ganz viel leckere Dinge zu essen, nicht nachkomme. Als ich mir nämlich das erste Törtchen kaufen will, noch bevor ich mir eine Hauptspeise ausgesucht habe, wendet sich mir meine B…

Von Schmuckversuchen

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Ich bin ziemlich still momentan. Es fällt mir schwer, aus mir herauszukommen. Stattdessen verbringe ich die Abende damit, zu basteln. Häufe immer mehr Versuche an, von denen ich nicht weiß, wo ich damit hin soll.
Aber mir scheint, dass das Basteln von Schmuck ein Hobby werden könnte, dass mir längerfristig Freude bereitet. Hier kann ich meiner Liebe zum Detail frönen. Und ich werde von Versuch zu Versuch besser. Das treibt mich an.













Von 33 Wünschen

"Jeder Geburtstag ist ein Geschenk.  Jeder Tag ist ein Geschenk."
(Aretha Franklin)

Und nun, da ich den Abend ruhig ausklingen lasse, wünsche ich mir etwas zum Geburtstag:
Ich wünsche mir Gesundheit. Für die Menschen, die mir nahestehen. Und für mich.Ich wünsche mir Reisen in ferne Länder. Und eine Begleitung, die sich dafür ebenfalls begeistern kann.Ich wünsche mir ein Konzert-Jahr (Alligatoah! Ozzy! Metallica! Rammstein! Das wird mein Jahr! Aber absolut perfekt wäre es mit einem Coldplay-Konzert zur Abrundung.)Ich wünsche mir ein Pippi-Langstrumpf-Haus. Mit Platz für alle meine großen und kleinen Schätze. Und mit einem Apfelbaum im Garten.Ich wünsche mir, dass meine Katzen 100 Jahre alt werden. Mindestens.Ich wünsche mir eine Familie. In der man sich aufgehoben und geliebt und sicher fühlt.Ich wünsche mir Liebe.Ich wünsche mir weltverändernden, ekstatischen, absolut befriedigenden Sex.Ich wünsche mir Mut und Optimismus. Bescheidenheit und Demut.Ich wünsche mir die Offenheit,…