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Vom Mimimi

Moarh. Ich muss ein bisschen Mimimi loswerden. 2,5 Jahre habe ich mich isoliert und auf wirklich viel verzichtet. Und dann muss ich mit einer Platzwunde ins Krankenhaus und stecke mich da mit Corona an. Dabei wollte ich das gar nicht haben. Das nervt mich so! Ich hab da keine Zeit für und ich finde das blöd und mäh und überhaupt. Und die Ohrenschmerzen machen mich mürbe... Ich will in den Arm genommen werden. Alles doof.

Vom Hinweis

Heute woanders. Immer noch im unausgereiften Design, aber egal. :-)

Von der beruflichen Neuorientierung

Nachdem der Bewerber den Raum verlassen hat, lächle ich mein Gegenüber an. Vollkommen unbedacht rutscht es aus mir heraus: "Sie haben wirklich wunderbar formuliert, warum man bei uns arbeiten möchte. Ganz ehrlich, jetzt möchte ich am liebsten auch bei ihnen, in ihrem Bereich, arbeiten!" Er lacht. "Sie würde ich ohne zu zögern einstellen, Frau Muschelmädchen. Wollen sie nicht zu uns kommen?" "Dafür fehlt mir die Qualifikation.", erwidere ich. Als Personalerin weiß ich, was gefordert wird. Und ich habe eindeutig die falschen Studienabschlüsse. Aber er winkt ab. "Ernsthaft, Frau Muschelmädchen, da kriegen wir schon was hin! Nur ein Wort von ihnen und ich setze alle Hebel in Bewegung." Am Ende des Tages nehme ich dieses Gespräch mehr mit nach Hause, als ich will. Ich verstehe erst heute, dass ich mich viel zu spät von meinen Eltern gelöst habe. Besonders meine Berufswahl haben sie viel zu sehr mit ihren Vorstellungen beeinflusst. DAS willst du studie

Vom etwas-mehr-Sex-Blog

Ich habe in den letzten Jahren immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, etwas mehr über Sex zu schreiben. Hier konnte ich mich nur so halb austoben, weil hier so viel persönliches zu finden ist und es mir einfach nicht passend erschien. In den letzten zwei Jahren hatte ich dann keinen Rechner mehr. Alles, was ich geschrieben habe, habe ich am Handy getippt. Das war mühselig. Und zuletzt gab es außerdem keine Kommentarantworten mehr, weil sich das G.oogle-Konto nicht mehr wechseln ließ und ich weder anonym noch mit Klarnamen kommentieren wollte. Nun aber! Tadaaa, ich habe wieder einen Rechner. Ich kann schreiben und kommentieren und wollte wissen: Ist hier noch jemand? So richtig, meine ich? Und: Ich habe ein Testblog angelegt. Es ist ja so: Alles rund um das Thema Sex hat höhere Klickzahlen, aber grundsätzlich kaum Kommentare. Was für den Schreibenden eher wenig befriedigend ist. Deshalb habe ich mir überlegt, wie ich Reaktionen aus Lesern herauskitzeln könnte. Und dazu ist mir das

Vom Loch im Herzen

Sie verfolgt mich und ich weiß intuitiv, dass sie mich töten wird, wenn sie mich zu fassen bekommt. Also laufe ich um mein Leben. Dort vorne steht eine Gruppe von Menschen. Plötzlich beginnt sie, die noch immer versucht mich einzuholen, wie von Sinnen zu schreien. Dass ich versucht hätte, sie umzubringen und dass man mich festhalten solle. Völlig außer Atem gerate ich in Panik. Mir wird niemand meine Unschuld glauben. Sie hat zuerst geschrien und ist so viel lauter als ich es bin. Da sehe ich ihn. Mitten unter unbekannten Gesichtern. Mit aufgerissenen Augen sieht er mich an. Ich schüttle den Kopf. Will rufen, dass meine Verfolgerin lügt. Aber alles, was ich zustande bringe ist ein leises: "Vertraue mir. Bitte, vertraue mir." Mantraartig wiederhole ich diese Worte wieder und wieder. Und er fragt nicht. Stattdessen dreht er sich in ihre Richtung, sieht, wie sie auf uns zusteuert und schiebt sich schützend vor mich. Rückwärts, sie nicht aus den Augen lassend, steuert er auf mich

Von den Komplimenten der letzten Tage

Mein oberster Chef: "Sie scheinen wirklich gute Arbeit zu machen. Der Abteilungsleiter von X grüßt mich jetzt immer viel freundlicher, wenn ich ihn in der Kantine treffe. Das ist toll!" Meine Abteilungsleiterin: "Ich war gestern in einer Besprechung mit der Abteilung X. Ich wollte dir nur sagen, dass die dich alle in den höchsten Tönen loben! Sie sagen, sie fühlen sich in ihrer Personalnot ernst genommen und dass du ihre Vakanzen sehr schnell bearbeitest, zuverlässig bist, flexibel im Finden von Terminen und ausnahmslos freundlich. Sie waren wirklich sehr begeistert!" Ein anderer Abteilungsleiter: "Frau Muschelmädchen, man merkt richtig, dass es im Personalteam Änderungen gab. Seitdem sie da sind, habe ich das Gefühl, dass personaltechnisch endlich mal was passiert!" Und mein Lieblingskompliment, von einem noch anderen Abteilungsleiter in einer Runde voller Abteilungsleiter: "Frau Muschelmädchen, ich möchte die Gelegenheit nutzen und ihnen einfach mal

Von den drei U's

Es ist nicht gut, dass ich mich so ausgehöhlt fühle, nachdem ich ein paar Tage mit meiner Familie verbracht habe. Und trotzdem entscheide ich mich hin und wieder dazu. Dann bin ich jedesmal voller Vorfreude und mir sicher, dass es dieses Mal anders wird. Nur um dann wieder auf den Boden der Tatsachen zu landen. Es ist so: Gefühlt bin und bleibe ich das Kind meiner Familie, egal wie alt ich bin. Und als dieses fühle ich mich ungeliebt. Nicht von meinem Eltern. Meine Mama und mein Papa sind großartig. Aber vom ganzen Rest. Warum haben die mich nicht lieb? Warum interessieren die sich nicht für mich? Warum bin ich denen so egal? Das sind die Fragen, die an mir nagen, seitdem ich wieder Zuhause bin. Meine Familie kennt mich nicht. Und würde ich heute sterben, hätte ich Angst vor der Grabrede. Denn was will man schon über jemanden sagen, von dem man nichts weiß.  Nichts, was ich tue, scheint gut genug für meine Familie zu sein. Auch nicht die Bilder, die ich male. Erst ist man hellauf begei