Vom Schwindel

In letzter Zeit ist mir oft schwindelig. Hauptsächlich dann, wenn ich mich hinlege oder mich im Liegen von einer Seite zur anderen umdrehe. Wenn ich aufstehe, verschwindet das Schwindelgefühl meistens. Nur morgens, direkt nach dem Weckerklingeln, begleitet es mich noch für ein paar Minuten. Dann muss ich aufpassen, dass ich keine abrupten Bewegungen mit dem Kopf vollführe, weil es mir sonst die Beine wegzieht. Vor kurzem hatte ich mir vorgenommen, deswegen mal zum Arzt zu gehen. Aber dann verschwand der Schwindel wieder.

Nun ist er, seit ein paar Tagen, wieder da. Morgens muss ich aufpassen, dass ich nicht zu schnell aufstehe und mich nicht zu ruckhaft bewege, damit ich nicht umfalle. Heute hatte ich, nach einem wirklich harten Arbeitstag, zum ersten Mal auch tagsüber etwas vom Schwindel. Auf der Heimfahrt, nach der Arbeit, hätte ich am liebsten, wie ein kleines Mädchen, losgeheult. Vor Erschöpfung, Wut und Frustration über die Herausforderungen, die mein Arbeitstag für mich bereithie…

Von Wertschätzung und Warnzeichen

102 veröffentlichte Blogposts. 453 Blogposts auf Entwurf. Es ist unfassbar, was ich hier schon alles an Seelenmüll geparkt habe. Es geht mir nicht gut zurzeit. Allerdings kann ich auch nur halb greifen, was es ist, was mich bedrückt. In vielen Momenten denke ich, dass ich aufhören sollte, rumzuspinnen: Denn wenn ich mich unter meinen Mitarbeitern oder den Klienten, die ich im Ehrenamt betreue, umsehe, dann lerne ich, was es bedeutet, Probleme zu haben. Es sollte mir gut gehen. Ich habe eine Wohnung, einen Job, genug zu essen und eine Familie. Bin gesund. Es gibt Menschen, die mich (warum auch immer) schätzen. Sie sagen "Du bist du süß und so hilfsbereit.", "so erfrischend anders" und "Jedesmal wenn ich denke, dass ich dich nun kenne, überraschst du mich erneut". Wenn ich so etwas höre, habe ich das Gefühl, sie unterhalten sich über einen Menschen, den ich nicht kenne.

Vor dem Fenster ist der Himmel schwarz. Es blitzt und donnert wie verrückt. Ein guter Moment wäre das, um sich unter der Decke zu verkriechen, dem Regenrauschen zuzuhören und den Tag vorbeiziehen zu lassen. Aber ich sollte ein wenig auf mich aufpassen. Das, was ich hier mache, ist gerade nicht gut. Wenn ich mich bereits morgens so fühle, als ob ich den Tag nicht ertragen könne, ist das bei mir als absolutes Warnzeichen aufzufassen. Ich muss schauen, dass ich mich etwas entlaste. Wieder mehr Boden unter den Füßen bekomme. Ich brauche einen Plan. Oder zumindest eine Idee von einem Plan. Oder... ein bisschen Sicherheit und Geborgenheit, Liebe und Zuneigung. Sich einfach so unterkriegen zu lassen ist ja keine Option, nicht wahr?

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