Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Von nervigen Singles

Meine Kolleginnen sind fast alle single. So kommt es, dass sich beim Mitagessen, das wir meistens zusammen einnehmen, häufig alle Gespräche um Männer drehen. In schier unendlichen Diskussionen wird jedes Detail erörtert: Wer ist single? Wer sieht gut aus? Wen kann man sich als Partner vorstellen? Worauf steht man im Bett? Welches Sexspielzeug hat man Zuhause? Was ist besonders anturnend, was wiederum geht gar nicht? Mit wie vielen Männern hatte man schon Sex? Welche Stellungen gibt es? Will man Familie gründen? Wie sollen die zukünftigen Kinder heißen? Will man heiraten? Macht eine Heirat heutzutage noch Sinn? Welche Rolle spielt die Penisgröße?
Nicht falsch verstehen: Einige dieser Gespräche sind wirklich witzig und gut. Aber aufgrund der Quantität dieser Gespräche, geht die Qualität dann eben doch häufiger mal flöten. Und einige der meistgeführten Dialoge kann ich mittlerweile schon wortwörtlich mitsprechen, sobald sie in den Startlöchern stehen. Da sehne ich mich dann doch nach ein wenig mehr Abwechslung im Gespräch: Kunst? Literatur? Politik? Ach, Muschelmädchen, nun sei doch nicht so langweilig! Brauchst du mal wieder Sex, oder was?

Manchmal - und zugegeben immer öfter - macht mich dieses ganze Trara rund um Sex und die Männerwelt wahnsinnig. Ich werde hinsichtlich dieser Gespräche immer empfindlicher. Das merke ich nicht zuletzt daran, dass ich beim Hören des hysterischen Gelächters einer entfernten Bekannten, bereits spüre, dass ich den Raum, den ich gerade betreten habe, rückwärts wieder verlassen will, weil ich an ihrem zu lauten Lachen hören kann, dass es in dem laufenden Gespräch gerade um Männer geht. Sie ist 32 Jahre alt und ihr steht die Torschlusspanik, keinen Mann mehr zum heiraten zu finden und keine Kinder mehr bekommen zu können, ins Gesicht geschrieben. Mit 32! Sie erzählt allen Männern direkt beim ersten Date, dass sie "bald heiraten und Kinder bekommen will". Es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn sie ihrem Date gleich noch die Namen ihrer drei Erstgeborenen zur ersten Verabredung präsentiert. Und ihm dann eine zwanzigseitige Liste mit künftigen Haushaltspflichten vor die Nase legt: "Schatz, ab jetzt hast du kein Leben mehr - du hast jetzt mich. Ich bin dein Leben. Komm, lass uns glücklich sein!"
Ganz im Ernst? Wenn ich ein Mann wäre, würde ich auch stiften gehen!

Ebenso nerven mich die Traummann-Vorstellungen der single-Damen in meinem weiteren Umfeld. Er muss hübsch sein! Dratig! Durchtrainiert! Mit einem großen Penis! Aussehen wie Ed Quinn! Stil muss er haben! Geld verdienen! Und - Himmel! - bloß kein Gramm Fett am Leib darf er haben! Das geht gar nicht!
Vor kurzem ist mir in einem dieser Gespräche die Hutschnur gerissen. Ich habe mir die absolut nicht perfekten Mädels in dieser Runde angesehen: Eine Top-Model-Figut hatte keine davon, ganz im Gegenteil. Und so konnte ich mich nicht zusammenreißen und es platzte förmlich aus mir heraus: "Seht euch mal selbst an! Seid ihr perfekt? Und ihr wundert euch, bei euren übersteigerten Ansprüchen, dass ihr single seid?!"
Im Anschluss erfüllte betretenes Schweigen die Runde. "Ich habe lieber einen Mann, der etwas Bauch hat, als einen der spindeldürr ist! Neben dem muss ich mich wenigstens nicht permanent wie eine Pummelfee fühlen. Und beim Sex kann ich ihn außerdem auch nicht zerquetschen. Ich bin doch selbst so gar nicht fehlerlos, was soll ich da mit einem Mann aus einem Hochglanzmagazin, dem man dem Charakter aus dem Gesicht poliert hat?", setzte ich also nach. Und biss mir heftig auf die Zunge, um nicht noch zusätzlich darauf hinzuweisen, dass ich ein bisschen Intellekt an meinem Partner ebenfalls ganz geil finden würde. (Aber hey, was ist schon Intellekt? Will es ja nicht übertreiben mit meinen Ansprüchen. Heißt ja schließlich: Dumm fickt gut. Da ist das bisschen Intellekt völlig überbewertet.)

Mag sein, dass ich humorlos bin.

Kommentare

  1. Dumm fickt aber gar nicht gut. 😐

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    1. ...weil Intelligenz sexy ist? Richtig. Finde ich auch.
      Ich muss Ihnen trotzdem widersprechen - einfach aus anderen Erfahrungwerten heraus. ;-)

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