Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Von der Sehnsucht

Ich spüre, wie ich Distanz erzeuge. Weil ich mich in der Distanz sicherer und nicht so sehr leicht verletzbar fühle. Wie immer setzt dieses Verhalten eine ganz eigene Kreativität frei: Die besten Zeichnungen entstehen in solchen Momenten. Also setze ich mich an meinen Schreibtisch und fokussiere mich vollkommen auf mich selbst. Und je länger der Bleistift über das Papier gleitet, desto leerer wird mein Kopf.

Während des Zeichnens denke ich darüber nach, dass meine Bibliothek groß und ich eine Geschichtensammlerin wäre, wenn Menschen Bücher wären. Alle Geschichten habe ich verwahrt, sorgsam. Manche führen ein Eigenleben in meinem Kopf und verändern sich mit der Zeit, die ihnen mit ihrem Verstreichen eine andere Färbung verpasst. Bisweilen erinnert diese Färbung kaum noch an das Original, wie alte Fotografien, die über die Jahre hinweg an Farbe verlieren und an den Rändern brüchig werden. Andere Geschichten habe ich mit Tinte auf Papier tropfen lassen, um ihnen die Färbung vorzuenthalten, um sie zu bewahren, zu versiegeln und etwaige Interpretationen auszuschließen. Viele Geschichten: Kleine und große, schwarze, graue, weiße und bunte Geschichten, Kriminalromane, Liebesgeschichten, gruselige Erzählungen, weise Fabeln und Novellen. 

Später stehe ich auf und lege eine Schallplatte auf. Während Frank Sinatra "Killing me softly" singt, genieße ich die kleinen Staubkörnchen, die auf der Platte vor sich hinknistern. Leise mitsingend schenke ich mir ein Glas Weißwein ein und setze mich auf den Balkon. Ich sehe der Sonne dabei zu, wie sie langsam hinter den Bäumen versinkt und spüre dabei so lange der Sehnsucht nach, die sich durch mich hindurchzieht, bis ich es kaum noch auszuhalten vermag. Wenn Menschen Bücher wären, wurde ich mir die nächste Begegnung ein Märchen wünschen.


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