Vom Schwindel

In letzter Zeit ist mir oft schwindelig. Hauptsächlich dann, wenn ich mich hinlege oder mich im Liegen von einer Seite zur anderen umdrehe. Wenn ich aufstehe, verschwindet das Schwindelgefühl meistens. Nur morgens, direkt nach dem Weckerklingeln, begleitet es mich noch für ein paar Minuten. Dann muss ich aufpassen, dass ich keine abrupten Bewegungen mit dem Kopf vollführe, weil es mir sonst die Beine wegzieht. Vor kurzem hatte ich mir vorgenommen, deswegen mal zum Arzt zu gehen. Aber dann verschwand der Schwindel wieder.

Nun ist er, seit ein paar Tagen, wieder da. Morgens muss ich aufpassen, dass ich nicht zu schnell aufstehe und mich nicht zu ruckhaft bewege, damit ich nicht umfalle. Heute hatte ich, nach einem wirklich harten Arbeitstag, zum ersten Mal auch tagsüber etwas vom Schwindel. Auf der Heimfahrt, nach der Arbeit, hätte ich am liebsten, wie ein kleines Mädchen, losgeheult. Vor Erschöpfung, Wut und Frustration über die Herausforderungen, die mein Arbeitstag für mich bereithie…

Von der Möglichkeit wegzugehen

Ich war immer jemand, der gerne ausgebrochen ist. Der viel gereist ist. Und ein Angebot, alles hinzuschmeißen und ans andere Ende der Welt zu gehen, ist reizvoll. Sehr. Obwohl ich häuslicher geworden bin. Mittlerweile spiele ich nur noch selten mit dem Gedanken, all mein Geld abzuheben und irgendwohin durchzubrennen. Alles hinter mir zu lassen.
Ich spüre aber, dass mich die Sehnsucht und das Fernweh kitzeln. Beide rieseln wie Brausepulver durch meinen Körper und zaubern mir Bilder von Meer, Quokkas und Rucksacktourismus in den Kopf. Muss da draussen nicht noch irgendwo mehr für mich sein? Irgendetwas was mich glücklicher macht als dieser graue Alltag? Warum nicht verrückt und unstetig leben?
Auf der anderen Seite: Ich bin 31 Jahre alt. Auch wenn ich das niemals laut sagen würde (und schon gar nicht einem Mann), möchte ich irgendwann ein Haus kaufen und eine Familie... gründen (Wie spießig. Ich glaube langsam, dass es die Bio-Uhr wirklich gibt.). So ein Ausbruch würde natürlich auch komplett jede Planung durcheinanderwirbeln. Und ich habe Angst, die Zeitfenster dafür zu verpassen. Was Blödsinn ist mit 31 Jahren. Oder? Ja, doch. Definitiv Blödsinn. (Meine Bio-Uhr gehört scheinbar zur hysterischen Sorte.)

Und was ist mit dem Mann?
Was davon kann ich mir mit ihm an meiner Seite vorstellen und was nicht?
Will ich noch einmal komplett von vorne anfangen?

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