Vom Schwindel

In letzter Zeit ist mir oft schwindelig. Hauptsächlich dann, wenn ich mich hinlege oder mich im Liegen von einer Seite zur anderen umdrehe. Wenn ich aufstehe, verschwindet das Schwindelgefühl meistens. Nur morgens, direkt nach dem Weckerklingeln, begleitet es mich noch für ein paar Minuten. Dann muss ich aufpassen, dass ich keine abrupten Bewegungen mit dem Kopf vollführe, weil es mir sonst die Beine wegzieht. Vor kurzem hatte ich mir vorgenommen, deswegen mal zum Arzt zu gehen. Aber dann verschwand der Schwindel wieder.

Nun ist er, seit ein paar Tagen, wieder da. Morgens muss ich aufpassen, dass ich nicht zu schnell aufstehe und mich nicht zu ruckhaft bewege, damit ich nicht umfalle. Heute hatte ich, nach einem wirklich harten Arbeitstag, zum ersten Mal auch tagsüber etwas vom Schwindel. Auf der Heimfahrt, nach der Arbeit, hätte ich am liebsten, wie ein kleines Mädchen, losgeheult. Vor Erschöpfung, Wut und Frustration über die Herausforderungen, die mein Arbeitstag für mich bereithie…

Vom Wunschdenken

Ach, lass uns doch blaumachen. Wir zeigen der restlichen Welt den Stinkefinger, füllen die Thermoskannen mit Kaffee und fahren zum Meer. Einmal in meinem Leben mag ich mir einen spießigen Strandkorb ausleihen. Einen Doppelbett-Srandkorb. Wir nehmen ein dickes Federbett, ganz viel Schokolade und ein paar Chips mit, krümeln all das ins Bett und lauschen dem Wellenrauschen. Dem Schreien der Möwen. Dem Wind. Ab und an klingen ein paar Gesprächsfetzen vorbeigehender Spaziergänger zu uns. Nachts will ich mit dir Wein trinken, Sterne zählen und Geschichten tauschen. Wenn du willst, teilen wir das Päckchen Gras, dass ich seit Jahren in meiner Geldbörse aufhebe und träumen ein wenig. Ich kuschle meinen Kopf in deine Halsbeuge und fühle mich geborgen.


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