Vom Schwindel

In letzter Zeit ist mir oft schwindelig. Hauptsächlich dann, wenn ich mich hinlege oder mich im Liegen von einer Seite zur anderen umdrehe. Wenn ich aufstehe, verschwindet das Schwindelgefühl meistens. Nur morgens, direkt nach dem Weckerklingeln, begleitet es mich noch für ein paar Minuten. Dann muss ich aufpassen, dass ich keine abrupten Bewegungen mit dem Kopf vollführe, weil es mir sonst die Beine wegzieht. Vor kurzem hatte ich mir vorgenommen, deswegen mal zum Arzt zu gehen. Aber dann verschwand der Schwindel wieder.

Nun ist er, seit ein paar Tagen, wieder da. Morgens muss ich aufpassen, dass ich nicht zu schnell aufstehe und mich nicht zu ruckhaft bewege, damit ich nicht umfalle. Heute hatte ich, nach einem wirklich harten Arbeitstag, zum ersten Mal auch tagsüber etwas vom Schwindel. Auf der Heimfahrt, nach der Arbeit, hätte ich am liebsten, wie ein kleines Mädchen, losgeheult. Vor Erschöpfung, Wut und Frustration über die Herausforderungen, die mein Arbeitstag für mich bereithie…

Vom aufraffen

Ich kämpfe die ganze Zeit damit, kein Spielverderber zu sein. Mir, um Himmels willen, nur nicht anmerken zu lassen, dass ich mit der momentanen Situation nicht klar komme. Fragen nach meinem Befinden gehe ich aus dem Weg. Ich will nicht lügen, also schummle ich mich drum herum. Versuche, optmistisch und fröhlich nach außen zu wirken. Was mir mehr schlecht als recht gelingt, vermute ich. Ich sollte mir wirklich mehr Mühe geben. Aber... ich werde diese Traurigkeit nicht los. Ich fühle mich einfach von der Zehenspitze bis zur Haarwurzel traurig. Und es wird irgendwie nicht besser. Stattdessen habe ich das Gefühl, mich immer mehr in dieser Traurigkeit zu verlaufen. Ich muss etwas tun.

Also werde ich jetzt unter die Dusche springen, mich hübsch machen, in ein Kleid schlüpfen und mit Rea in die beliebteste Eisdiele der Stadt fahren, um zu tratschen und Männer anzuschauen. Denn so, wie es ist, geht es gerade nicht weiter. Ich will mich nicht so schlecht fühlen. Also los.

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