Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Von Tagebuchsachen

Zurzeit bin ich ziemlich verletzlich. Ich merke das daran, dass sich meine Haut am Ende des Tages so dünn anfühlt, als könnte sie unter der leichtesten Berührung reißen. Das ist ein Gefühl, dass ich kaum auszuhalten vermag. Und dem ich früher mit Rasierklingen entgegengewirkt habe. Um Kontraschmerz zu schaffen. Heute versuche ich es auszuhalten. So lange wie möglich. Und bohre maximal den Fingernagel meines Zeigefingern so stark ich kann in meine Daumenkuppe. Das hilft für den Augenblick. In diesen Momenten fühle ich mich regelrecht autistisch. Denn das, was ich eigentlich bräuchte, wäre eine viel zu feste Umarmung, die ich auf jeder Faser meiner Haut spüren und aus der ich mich nicht lösen könnte. Oder jemanden, der seine Hände behutsam um meine Handgelenke schließt, den Daumen dorthin schiebt, wo man den Puls fühlen kann. Die - für mich - intimste Berührung der Welt.

Momentan versuche ich mich von allem, was ein potentielles Verletzungsrisiko birgt, fernzuhalten. Von entsprechenden Gegenständen. Und von Menschen, die mir gefährlich werden könnten. In den letzten ein, zwei Jahren sind mir Teile der Naivität und der Gutgläubigkeit, mit denen ich vorher auf mir unbekannte oder auch lange bekannte Menschen zugegangen bin, abhandengekommen. Das ist doof. Ich habe es immer an mir gemocht, dass ich vollkommen unbedarft auf andere Menschen zugehen konnte. Es ist zweifellos schwerer geworden, sich mein Vertrauen zu verdienen. Früher habe ich es freigiebig verschenkt. Heute achte darauf, wem ich es anvertraue. Und misstraue manchmal sogar. Ohne einen legitimen Grund dafür nennen zu können. Das ist nicht gut. Viel lieber will ich grundsätzlich vom Guten ausgehen. Das Gute in allem und jedem sehen. Überall.

Kommentare

  1. Ach Muschelmädchen! Ich kann Dich leider nur virtuell umärmeln ...

    Ich kenne die Diskrepanz zwischen "Vertrauen schenken" und "Vertrauen erarbeiten". Bei mir ist inzwischen auch eher das "Erarbeiten" angesagt. Vertrauen ist ein hohes Gut, da muss man mit dem "Verschenken" schon sparsam und vorsichtig umgehen.

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    1. Danke für die Umärmelung.
      Vielleicht aber sollten wir uns viel mehr und viel öfter verschenken?
      Mut zum Risiko.

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