Vom Schreien

Ich schreie nie, beiße normalerweise nicht um mich und verletze Mitmenschen niemals absichtlich. Und dennoch ist mir gerade danach, genau das zu tun. Ich möchte einfach losbrüllen. Wie verrückt, wie am Spieß und vollkommen unkontrolliert, solange, bis mir die Stimme ausgeht. Aus Wut, aus Frustration, aus verletzten Gefühlen heraus. Zum Abbau von Stress und Druck und überbordenden Emotionen.
Aber ich bleibe still.

Wieviel Kraft mich das wirklich kostet, zeigt mir meine allabendliche Gemütslage. Ich bin, was ungewöhnlich für mich ist, unfassbar nahe am Wasser gebaut. Zurzeit schlafe ich unglaublich früh ein. Denn sobald ich Zuhause bin, überfällt mich eine bleierne Müdigkeit, der ich mich nicht zu entziehen vermag. Trotzdem finde ich mich vier Stunden später hellwach in meinem Bett wieder. Zähle die Stunden bis zum Weckerklingeln runter. Noch immer rasend wütend. Und in Gedanken brüllend.
Morgens bin ich müde.

Das soll vorbeigehen.
Ich will nicht so wütend sein.

Von Gewichtigem - KW 20

Heiko hatte recht: Diese Woche ging es gewichtstechnisch tatsächlich ein bisschen bergab. Und ich bin wieder ein bisschen angefixt und angespornt, weiter duchzuhalten. Allerdings nehme ich aus dieser Woche mit, dass ich erneut ein bisschen aufpassen muss. Auf meine Selbstwahrnehmung. Ich neige nämlich gerade dazu, mich einfach nur fett zu finden, wenn ich in den Spiegel sehe. Was irgendwie unschön ist und vermutlich auch nicht der Wahrheit entspricht. Denn laut BMI befinde ich mich definitiv im Normalgewicht. Deshalb sollte ich vermutlich ein wenig darauf achten, weiterhin Gewichts-Ziele zu verfolgen, die realistisch sind. Und mal ein bis anderthalb Augen zudrücken, wenn ich mich im Spiegel betrachte. Das, was ich bisher erreicht habe, ist super. Es macht keinen Sinn, dass ich ausgrechnet jetzt damit anfange, mich dicker als vorher zu finden.
Also: Sei nachsichtig mit dir selbst, Muschelmädchen, und übertreib es nicht. Probier heute mal etwas zu schlemmen und ein bisschen ungesunden Kram zu essen. Immerhin ist Pfingsten. Und essen ist Lebensqualität.



Differenz zur Vorwoche: -1,8 kg
Gewichtsabnahme gesamt: -8,8 kg
Bis zum Mädchenziel fehlen noch: 2,6 kg

(Hab mir gestern als mentale Vorbereitung eine sommerliche Jogginghose gekauft. Ab morgen soll es dann losgehen. Ob ich mich überwinden kann, steht allerdings noch in den Sternen...)

Kommentare

  1. Der Anfang ist gemacht. Joggen ist toll.

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    1. Da hat er Recht, der Herr Doktor. Und ich erinnere mich an einen gewissen Herrn Z., der das mal genauso sah, damals, bevor er den entsprechenden Blog in den digitalen Orkus kippte.

      Gilt übrigens genau so für jede Ausdauersportart: die erste Viertelstunde ... red' ma ned drüber. Aber dann jagt die körpereigene Drogenfabrik ihre Mitarbeiter aus dem Pausenraum.

      ... oder ein besorgter Passant wählt die 110. Je nachdem halt. 8-)

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    2. Du hast bereits 8,8 kg abgenommen? RESPEKT!

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