Von Fischen

Mein Verhältnis zu Angel- und Aquaristikläden ist irgendwie speziell. In dieser Art von Laden lerne ich immer mal wieder etwas über mich selbst. Und mache mich zum Apfel. Üblicherweise.

Bei einem Besuch vor ein paar Jahren habe ich beispielsweise über mich selbst gelernt, dass ich offenbar in Maßen zur Objektophilie neige. Anders kann ich mir meine Liebe, die ich urplötzlich für einen Pilker (künstlicher Köder), den ich noch nie im Leben gebraucht habe, nicht erklären. Dieser Pilker lag so schön in meiner Hand. Er hat so perfekt hineingepasst und hatte das ideale Gewicht. Und geglitzert hat er auch. Ich wollte ihn unbedingt haben.

Überhaupt überfallen mich in Angel- und Aquaristikläden häufig Liebesanfälle. So bin ich neuerdings verliebt in einen bezaubernden Fisch, der in dem Laden meiner Wahl fröhlich vor sich hin fischt. Wenn meine Wohnung ein riesiges Aquarium wäre, hätte ich ihn schon gekauft. So stehe ich nur in den letzten Tagen immer mal wieder vor dem Becken und murmle verzüc…

Vom Morgen

Lass uns heute im Bett bleiben und die Stille genießen, die der Samstag mit sich bringt: Wir öffnen das Fenster so weit, dass das Zimmer von Sonne durchflutet wird und lauschen dem Zwitschern der Vögel. Die hellen Vorhänge am Fenster wiegen sich im Wind und manchmal kühlt ein Luftzug unsere erhitzte Haut. Ich streiche mit den Fingerspitzen über deine Stirn, die Augenbrauen, die geschlossenen Lider. Küsse zart deine Lippen, die Nasenspitze, das Schlüsselbein.
Wenn du jetzt mit mir schläfst, tue es sanft. Halte mich fest, während du in mich eindringst, und lass uns dem Höhepunkt langsam und träge entgegenschaukeln. Du in mir, ich neben dir. In einander verschlungen haben wir alle Zeit der Welt.
Zum Nachtisch naschen wir Schokoladeneis im Bett.

(https://stocksnap.io/photo/PKNFYSTO4E, 02.09.2017)

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