Von 33 Fragen an Frauen / 1-11

Zurzeit mag ich keine Freitexte schreiben. Aber das macht ja nichts, weil das Internet ein stetiger Quell der Freude ist. So bin ich über einen (wenig anspruchsvollen) Artikel in der Welt gestoßen, in dem Männer Fragen an Frauen stellen, deren Antwort sie angeblich schon immer mal interessiert hat. Weil ich gerade selbst dabei bin eine Liste von Mädchenfragen zu erstellen, die ich Männern schon immer mal stellen wollte, nutze ich die Gelengeheit und hangle mich mal durch den Wust an mehr oder minder seltsamen Fragen.

Quelle: 33 Dinge, die Männer gern von Frauen wissen wollen, von welt.de
1. Sollen wir Euch auf der Straße ansprechen?

Ja. Ein paar alternative Vorschläge habe ich trotzdem noch:
in der Bahn (Bahngespräche können bezaubernd sein, wenn der Mann interessant ist. Und irgendwie sind sie wild romantisch, weil sie immer mit einem Abschied enden.)in einer Buchhandlung (Mein Favorit! Männer die lesen sind sehr attraktiv!)in einer Kneipe (Wobei es hierbei von Vorteil wäre, wenn du, …

Vom schwimmenden Kompliment

"Komm, wir gehen zusammen den Bach runter,
denn ein Wrack ist ein Ort, an dem ein Schatz schlummert..."

(Alligatoah: Willst du)
 
Irgendwann necke ich ihn mal wieder. Solange, bis er seine Hände auf meine Hüften legt, sein Gesicht zu mir hinunterbeugt und gefährlich leise sagt: "Hör auf, mich zu ärgern. Anderenfalls stopfe ich dir den Mund." Von da an sind wir friends-with-benefits. Zwar ist er das eine oder andere Jahr jünger als ich, aber ich mag es, dass er im Bett weiß, was er tut und sich nicht davor scheut, auch mal zuzupacken. Er ist der erste Mann, bei dem ich mich nicht unwillkürlich frage, was er da unten tut, während er mich hingebungsvoll leckt. Stattdessen kann ich mich einfach fallenlassen. So sehr, wie man sich eben fallenlassen kann, wenn man sich turtelnd und lachend in einem leeren Vorlesungssaal verbarrikadiert hat.

Eines Morgens, wir sind gerade miteinander durch die Betten getobt, liegen wir rücklings nebeneinander auf der weichen Matratze, atemlos, erhitzt, verklebt von Körperflüssigkeiten. Noch hat der Wecker nicht geklingelt. Ich genieße die Stille. Die ersten Sonnenstrahlen, die sich den Weg in die kleine, gemütliche Einzimmerwohnung suchen. Das leise Zwitschern der Vögel vor dem Fenster.
Als ich ihn das nächste Mal ansehe, merke ich, dass er sich zu mir gedreht hat, den Kopf auf den Ellenbogen stützt und mich betrachtet. Ich lächle leicht.
Er sagt: "Wenn man alle Teile von dir einzeln betrachtet, bist du wunderschön."
Ich ziehe mir die Bettdecke bis zur Nasenspitze und fühle mich hässlich als Ganzes.

Und dann liebt er mich.
Von heute auf morgen.
Ohne Sex, aber dafür mit Haut und Haar und vielen Gefühlen.
Friends-with-benefits geht den Bach runter.
Dicht gefolgt von unserer Freundschaft.

Kommentare

  1. Eine schöne romantische Vorstellung, dass aus Freundschaft plus eine tiefe Beziehung entstehen kann. Pro: die Unkompliziertheit des Anfangs, Contra: die Seltenheit 😉

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    1. Contra: Solche Geschichten gehen niemals gut aus - wenigstens nicht bei mir. ;-)

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  2. So kann es Jedem ergehen - auf beiden Seiten der Erzählperspektive.
    Vielleicht war das "und dann liebt er mich" aber doch nicht so ganz von heute auf morgen?

    Und die zweite anzuzweifelnde Aussage steht dann im Kommentar unter dem von Nelly^^ - sag niemals "nie"... ;-)

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    1. Du bist der Grund, warum ich die Einschränkung "- wenigstens nicht bei mir" noch angefügt habe. Dass solcherlei Geschichten bei dir gut ausgehen, weiß ich. :-) Bei mir halte ich das allerdings eher für unwahrscheinlich. Dass mit den Gefühlen hätte genauso gut mir passieren können. Und ich glaube, dass ich normalerweise, ziemlich weiblich, dazu neige, Gefühl und Sex nicht allzu gut trennen zu können.

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