Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Vom Mimimi-Gedöns

Der Tag birgt zwei Erkenntnisse, die direkt auf einander folgen:

Erkenntnis 1: Ich wünsche mir einen Kleiderschrank. Als Kind zweier Steineschmeißer und Hausbesetzer hatte ich nie so einen richtig tollen Kleiderschrank. So einen total spießigen. Irgendwie hat sich das nie ergeben. Deshalb habe ich momentan ein halbes Kleiderzimmer, das viel zu klein ist. Ich finde gar nichts, habe gar keine Klamotten und alles, was ich anprobiere, sieht doof aus. Und überhaupt mag ich mein Spiegelbild heute nicht. Und weinerlich bin ich auch. Pah.

Erkenntnis 2: In starrer Regelmäßigkeit versucht mein Umfeld mir zu vermitteln, dass ich völlig überarbeitet bin. Beweisführend werden chronischer Schlafmangel durch 24/7-Rufbereitschaft und das durchgängig hohe Stresslevel im Job angeführt. Sturköpfig wie ich bin, streite ich Theorien dieser Art jedoch grundsätzlich ab. Dass an solcherlei Worten aber vielleicht doch etwas dran ist, wird mir bewusst, während ich mein "halbes Kleiderzimmer" aufräume. Dabei rutsche ich nämlich auf der weißen Corsage, die ich vorhin achtlos auf den Boden habe fallen lassen, aus und kippe der Länge nach über den Wäschetrockner. Lediglich die Tür verhindert meinen Aufschlag im Nachbarzimmer, indem sie meinen Kopf ziemlich hart ausbremst. Erst bin ich ziemlich verwirrt, dann werde ich, meinem Wesen vollkommen entgegen, ziemlich wütend und trommle mit meinen Fäusten auf den Wäschesack ein, der neben mir liegt. Und trete mit den Füßen nochmal nach. Bis ich irgendwann mädchenmäßig anfange zu weinen und gar nicht mehr aufhören kann. Himmel. Mir war nicht bewusst, WIE dünn mein Nervenkostüm gerade ist. Anstatt jetzt in die Stadt zu fahren, um Weihnachtsgeschenke einzukaufen, würde ich mich viel lieber auf dem Sofa zusammenrollen und schlafen. Überhaupt erscheint mir die Aufgabe, jetzt Autozufahren und mich in das vorweihnachtliche Getümmel zu stürzen, sinnlosen Smalltalk mit seltsamen Verkäufern zu führen und mich zwischen irgendwelchen Geschenken, von denen vielleicht keines richtig passt, entscheiden zu müssen, doof und anstrengend.

Mimimi.
Und nun genug rumgeheult.
Ich gehe jetzt einkaufen...

Kommentare

  1. Vielleicht bist Du tatsächlich überarbeitet. So etwas führt zu komischen Nebenwirkungen.

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    1. Na, solange die Nebenwirkungen nur komisch sind... Und das sind sie ja offenbar. Wenn man die unterschiedlichen Schuhe, die ich vor kurzem getragen habe, bedenkt.

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  2. Du solltest Dir selbst weitaus mehr Zeit und Priorität für Dein Leben einräumen...nutz die Weihnachtsfeiertage, um ein wenig runterzukommen und auszuschlafen. Ausgeschlafen sieht die Welt gleich viel freundlicher aus :-)

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  3. Äh ja.
    Du weißt es doch schon selbst, das das nicht gesund sein kann, wenn man ständig verfügbar ist.
    Den Wäschesack zu verdreschen hilft da auch nur bedingt, obwohl der das ja bereitwillig mit sich machen lässt.
    Meine Erfahrung mit der permanenten Verfügbarkeit:
    Weil ich ja wusste, jederzeit kann der Anruf kommen, hab ich dann irgendwann gar nix mehr für mich gemacht. Weil die Enttäuschung, wenn ich unterbrechen musste mich dann schon mehr nervte als alles andere.
    Kein Hobby mehr, kein Treffen mit Freunden mehr... nicht mal mehr Bücher lesen.
    Weißt Du, wie bescheuert ich mir vorkam?
    Ich hab die Reißleine gezogen. Und erst viel, viel später begriffen, wie gefährlich nah am Burnout ich zu der Zeit war.
    Seitdem gibt es Zeiten, die sind nur für mich. Da bin ich schlicht und ergreifend nicht verfügbar. Für niemanden. Ich bin ja in einer Zeit groß geworden, als man zum telefonieren noch 2km in die nächste Telefonzelle latschen musste. Jetzt ist das Handy halt aus.
    Deshalb dreht sich die Erde trotzdem weiter, und die Sonne geht auch jeden Tag auf. Das tun beide ja schon seit ein paar Jahren, und sie werden es auch weiter tun.
    Nimms bitte nicht übel das ich hier ziemlich direkt werde. Was Du da beschreibst, das klingt nur fatal nach mir vor zehn Jahren....

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    1. Ich-Zeiten sind eine tolle Idee, finde ich. Danke für den Hinweis. Irgendwann habe ich das mal gemacht, aber dann ist genau das irgendwo im Chaos untergegangen.
      Ich will gar nicht ständig verfügbar sein. Überhaupt nicht.
      Dennoch ist es aber - leider - auch ein Teil meines Jobs.

      Sei gerne direkt.
      Damit kann ich etwas anfangen.
      Danke für die offenen Worte. :-)

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