Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Von dem Wunsch, jemandem wehzutun

"Magst du einen Schluck Irgendwas-Secco?", fragt sie.
Lächelnd schüttle ich vehement den Kopf.
"Nein, danke.", erwidere ich, "Ich muss noch Auto fahren."
Und wenn ich heute trinken würde, dann wäre es Schnaps und den würde ich direkt aus der Flasche nehmen, füge ich gedanklich hinzu.
"Ach.", ruft sie fröhlich, "Ich habe extra alkoholfreien Sekt gekauft."
"Dann nehme ich gerne einen.", antworte ich und hoffe, dass mir das künstliche Lächeln noch nicht aus dem Gesicht gerutscht ist. Damit es dort bleibt, wo es hingehört, leere ich die ersten drei Sektgläser in einem Zug. Sie guckt komisch und ich habe Durst.

"Sag mal.", sagt mein Vater irgendwann und wendet sich an die Frau an seiner Seite, "Bist du dir sicher, dass in diesem Secco-Zeug kein Alkohol ist? Das schmeckt schon ganz schön alkoholisch..."
Alarmiert sehe ich ihn an. Mein Vater ist trockener Alkoholiker. Und ich habe ihm bei seinem Entzug vor ein paar Jahren begleitet. Habe ihm die Stirn abgewischt, während ihn das Delirium durchgeschüttelt hat, habe ihn festgehalten, wenn er sich die Kanülen ziehen wollte und sämtliche Aktenkoffer, Handschuhfächer, Bücherregale von Schnapsverstecken befreit.
"Das ist ja das tolle an diesem Secco-Zeug!", flötet seine Freundin, "Es schmeckt total nach Alkohol, aber es ist keiner drin."
Mein Vater ist sichtlich irritiert.
Irgendetwas stimmt nicht, ich kann es ihm ansehen.
Erst schnuppert er an seinem Glas.
Dann steht er auf und greift nach der Flasche.
Liest das Etikett.
"Sieben Prozent.", stellt er schließlich fest.
"Sag ich doch...", gibt seine komische Freundin im überkandidelten Singsang von sich, "Sieben Prozent sind doch kein Alkohol!"
Meine Augenbrauen schießen nach oben.
Ich spüre, wie sich meine Hände zitternd in die Sessellehne hineinkrampfen.

Und ehrlich.
Ehrlich, ich möchte diese Frau körperliche Schmerzen zufügen.
Das ist der Grund, warum ich keine 30 Sekunden später die Haustür hinter mir zuziehe und ersteinmal eine Runde um den Block laufe. Ich muss durchatmen.
Und die Angst, die sich wie flüssiges Plastik in meinen Körper hineinbrennt, loswerden.

Kommentare

  1. Oh, ich kann mir vostellen, dass dies für dich kaum auszuhalten war. Sieben Prozent als kein Alkohol zu bezeichnen... Das ist ja wie Körperverletzung. Zumal gerade trockene Alkoholiker besonders gefährdet sind für Rückfälle. Oft noch nach Jahren.

    Ich hoffe, die Situation ist glimpflich ausgegangen für alle?

    Herzliche Grüße von Rolf.
    Ich hoffe mein Blogname kommt gut an. War irgendwie schwierig.

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    1. Das mit dem Namen passt. Schön, dass du wieder da bist! Ich dachte, wir hätten uns aus den Augen verloren...

      Leider ist die Situation nicht glimpflich ausgegangen.
      Mehr kann ich noch nicht sagen. Ich versuche gerade noch, es für mich selbst zu verarbeiten.

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  2. Antworten
    1. Und ausgesprochenes Pech beim Denken hat sie noch dazu....

      Mopedlampe nennen wir solche Leute in unserem Umkreis.

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    2. Vielleicht wusste die Frau nichts von des Vaters Vorgeschichte? So dumm kann doch sonst kein Mensch sein und einem trockenen alki 7%iges anbieten...
      Lg Magenta

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    3. @ DrSchwein: Nö. Ist sie offenbar nicht.

      @Sylana: Mopedlampe ist ein phantastischer Begriff. Den merke ich mir... Der passt hervorragend.

      @Magenta: Ehrlich gesagt war das auch mein Gedanke. Allerdings hat sie meinen Vater im Krankenhaus nach dem Entzug besucht. Unwissenheit zählt demnach nicht als Ausrede. Ich kann mir diese Geschichte nur mit Dummheit erklären... oder, um es sanfter zu formulieren, mit Unachtsamkeit. Beides ist Mist. So oder so.

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  3. Oh nein. Sag mir bitte, dass das ein aufgewärmter Post ist...

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    1. Das würde ich wirklich gerne sagen. Aber: Das ist leider kein aufgewärmter Post. Sorry.

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    2. Verdammt. All meine Antworten darauf sind nicht druckreif. Nur: Ja, ich kann deinen Wunsch gut nachvollziehen. :(

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    3. Weißt du, seit ein paar Tagen glaube ich, dass er schon vorher wieder getrunken hat. Deshalb macht es nicht wirklich einen Unterschied. Es ist so oder so scheiße. Aber so ist es halt und ich kann es nicht ändern. Nicht druckreife Antworten kann ich gerade auch gut. Ich bin ganz schön sauer. Auf die Frau und auf ihn auf alles.

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    4. Es ist so oder so scheiße, das stimmt. Und du kannst nichts ändern. Leider wahr. Hier war es damals (auch) ein Auf und Ab aus Trinkerei, Entziehungskuren u. Rückfällen. Zwischendurch war ich so wütend, dass ich meinem Vater die Pest an den Hals gewünscht habe (sehr nett formuliert).Kurz darauf starb er tatsächlich. Seither habe ich -blöde, aber wahr- höllischen Respekt vor "größeren" Wünschen. Und ich war nicht 5 als das passierte. Sondern 17. Aber so hat jeder seine Macken u. Verhaltensoriginalitäten und manche haben halt ein paar mehr davon...^^

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