Von 33 Fragen an Frauen / 1-11

Zurzeit mag ich keine Freitexte schreiben. Aber das macht ja nichts, weil das Internet ein stetiger Quell der Freude ist. So bin ich über einen (wenig anspruchsvollen) Artikel in der Welt gestoßen, in dem Männer Fragen an Frauen stellen, deren Antwort sie angeblich schon immer mal interessiert hat. Weil ich gerade selbst dabei bin eine Liste von Mädchenfragen zu erstellen, die ich Männern schon immer mal stellen wollte, nutze ich die Gelengeheit und hangle mich mal durch den Wust an mehr oder minder seltsamen Fragen.

Quelle: 33 Dinge, die Männer gern von Frauen wissen wollen, von welt.de
1. Sollen wir Euch auf der Straße ansprechen?

Ja. Ein paar alternative Vorschläge habe ich trotzdem noch:
in der Bahn (Bahngespräche können bezaubernd sein, wenn der Mann interessant ist. Und irgendwie sind sie wild romantisch, weil sie immer mit einem Abschied enden.)in einer Buchhandlung (Mein Favorit! Männer die lesen sind sehr attraktiv!)in einer Kneipe (Wobei es hierbei von Vorteil wäre, wenn du, …

Von der späten Erkenntnis

Zwischen Staubsaugen und dem Abwaschen des alten Geschirrs, ist er plötzlich da, dieser Moment, auf den ich seit vielen, vielen Monaten warte: Mit einem Male fühlt es sich richtig an, mir einen Stapel weißes Papier zu nehmen und ihm einen Brief zu schreiben. Mein Stift fliegt über die leeren Seiten, füllt sie mit Worten, während sich zeitgleich mein Kopf immer mehr leert. Ich schreibe alles auf, was mir auf der Seele liegt. Alles, was mir wichtig erscheint und alles, was ich sagen will. Fast vier Stunden lang schreibe ich.

Erst einige Stunden danach spüre ich die Sackgasse, in die mich dieses Schreiben hineingezwungen hat. Denn es geht mir nicht besser. Ganz im Gegenteil. Ich ringe vielmehr um Fassung und mir ist danach, mich zusammenzurollen und zu weinen. Denn mit einem Schlag wird mir bewusst, dass die Zeilen, die ich geschrieben habe, niemals ihren Empfänger erreichen dürfen. Denn es ist doch so: Wir haben seit vielen, vielen Jahren keinen Kontakt mehr. Und nichts und niemand gibt mir das Recht, das, in Form meines Briefes, zu ändern. Es steht mit schlicht und ergreifend nicht zu, einem Menschen, den ich früher mal kannte, der mir aber heute vollkommen fremd ist, mit meinen Zeilen zu konfrontieren. Es wäre eine vollkommen brachiale Art und Weise in seine Welt, seinen Alltag, vielleicht: seine Familie einzudringen.

Wenn ich ihm den Brief schicken würde, wäre es absolut egoistisch. Denn eines ist ganz klar: Ich habe all die Worte für mich geschrieben. Damit es mir besser geht. Damit ich verstehen kann. Damit es mir möglich wird, loszulassen. Das zu erkennen, fühlt sich für mich an, als müsste ich zwischen seinem und meinem Wohlbefinden wählen. Und ich bin kein Mensch, der sein eigenes Wohl über das anderer Menschen stellen kann.

Ich darf ihn also nicht mit meinen Gedanken und Gefühlen belasten.
Richtig?
Ach, fuck. Das ist so scheiße.

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