Von 33 Fragen an Frauen / 1-11

Zurzeit mag ich keine Freitexte schreiben. Aber das macht ja nichts, weil das Internet ein stetiger Quell der Freude ist. So bin ich über einen (wenig anspruchsvollen) Artikel in der Welt gestoßen, in dem Männer Fragen an Frauen stellen, deren Antwort sie angeblich schon immer mal interessiert hat. Weil ich gerade selbst dabei bin eine Liste von Mädchenfragen zu erstellen, die ich Männern schon immer mal stellen wollte, nutze ich die Gelengeheit und hangle mich mal durch den Wust an mehr oder minder seltsamen Fragen.

Quelle: 33 Dinge, die Männer gern von Frauen wissen wollen, von welt.de
1. Sollen wir Euch auf der Straße ansprechen?

Ja. Ein paar alternative Vorschläge habe ich trotzdem noch:
in der Bahn (Bahngespräche können bezaubernd sein, wenn der Mann interessant ist. Und irgendwie sind sie wild romantisch, weil sie immer mit einem Abschied enden.)in einer Buchhandlung (Mein Favorit! Männer die lesen sind sehr attraktiv!)in einer Kneipe (Wobei es hierbei von Vorteil wäre, wenn du, …

Vom Trotz

"In the nighttime
When the world is at it's rest
You will find me
In the place I know the best
Dancin', shoutin'
Flyin' to the moon
Don't have to worry
'Cause I'll be come back soon..."

(Paul Kalkbrenner: Sky and Sand)

Auf dem Weg nach Hause fällt es mir plötzlich ein. Für einen Moment stehe ich regelrecht fassungslos neben mir. Aber in genau diesem Augenblick kann ich mich auch spüren. Mit all den Gefühlen, Gedanken und dem einzigartigen Chaos, das die letzten Wochen in mir hinterlassen haben. Ein Gefühl, das einem Flächenbrand ähnelt. Während die Sonnenstrahlen wärmend meine Haut streicheln und gleichzeitig eine Gänsehaut, von der  Zehenspitze bis in die letzte Haarwurzel hinein, über meine Haut wandert, durchzuckt mich eine Erkenntnis. Die in lauten Wellen nachhallt:
Irgendwo, zwischen dem Krankenhausaufenthalt meines Vaters, dem Tod meiner Opas und der Verantwortung, die ich viel zu lange für T.´s Wohlbefinden getragen habe, habe ich mich verloren.
Und habe vergessen, wie sehr ich das Leben liebe.

Ich hatte nie Angst vor der Ungewissheit, Krankheit, Tod und Schicksalsschlägen. Stattdessen war es mir immer wichtig, dass Leben so zu nehmen, wie es eben kommt. In dem unumstößlichen Vertrauen, das mir kein nachhaltiger Schaden entstehen wird und stets daran glaubend, dass mir nur das geschieht, was ich auch fähig bin zu bewältigen. Ich wollte an guten und schlechten Dingen wachsen. Das Leben, das mich mit all seinen bunten Farben verzaubert, annehmen. Und mir einen Spaß daraus machen. Aus dem matschbraunen Mischmasch langweiliger Alltagsroutinen, den blauen Nächten voller Exzess, den konfettifarbenen Überraschungen und Zufällen, aus all den rosaroten Farben der Liebe. Und auch aus den Momenten tiefster Dunkelheit.

Kurz, aber ganz deutlich, flimmert rasende Wut in mir auf.
Eines ist mir plötzlich ganz bewusst:
Ich habe nicht vor, mich vom Leben in die Knie zwingen zu lassen.
Nicht heute und nicht jetzt.
Dafür bin ich viel zu trotzig.
Ich bin es gewohnt, die zweite Wange hinzuhalten, wenn ich geohrfeigt werde.
Und zu lächeln.
Das ist es, was ich auch weiterhin vorhabe.
Noch brauche ich ein wenig Geduld mit mir.
Ich muss das Lächeln wieder üben.
Aber ich werde es hinkriegen.
Irgendwie.

Mit ein wenig Glück liegt noch mindestens ein halbes Leben vor mir. Ein Leben, das ich mit Lachen, Tanzen, Reisen, Gefühlen und bunten Farben füllen will. Und vielleicht auch - irgendwann - mit Kindern. Mit einfach allem, was sich mir anbietet.
Darum geht es.
Ich habe es nur vergessen.


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