Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Vom Trotz

"In the nighttime
When the world is at it's rest
You will find me
In the place I know the best
Dancin', shoutin'
Flyin' to the moon
Don't have to worry
'Cause I'll be come back soon..."

(Paul Kalkbrenner: Sky and Sand)

Auf dem Weg nach Hause fällt es mir plötzlich ein. Für einen Moment stehe ich regelrecht fassungslos neben mir. Aber in genau diesem Augenblick kann ich mich auch spüren. Mit all den Gefühlen, Gedanken und dem einzigartigen Chaos, das die letzten Wochen in mir hinterlassen haben. Ein Gefühl, das einem Flächenbrand ähnelt. Während die Sonnenstrahlen wärmend meine Haut streicheln und gleichzeitig eine Gänsehaut, von der  Zehenspitze bis in die letzte Haarwurzel hinein, über meine Haut wandert, durchzuckt mich eine Erkenntnis. Die in lauten Wellen nachhallt:
Irgendwo, zwischen dem Krankenhausaufenthalt meines Vaters, dem Tod meiner Opas und der Verantwortung, die ich viel zu lange für T.´s Wohlbefinden getragen habe, habe ich mich verloren.
Und habe vergessen, wie sehr ich das Leben liebe.

Ich hatte nie Angst vor der Ungewissheit, Krankheit, Tod und Schicksalsschlägen. Stattdessen war es mir immer wichtig, dass Leben so zu nehmen, wie es eben kommt. In dem unumstößlichen Vertrauen, das mir kein nachhaltiger Schaden entstehen wird und stets daran glaubend, dass mir nur das geschieht, was ich auch fähig bin zu bewältigen. Ich wollte an guten und schlechten Dingen wachsen. Das Leben, das mich mit all seinen bunten Farben verzaubert, annehmen. Und mir einen Spaß daraus machen. Aus dem matschbraunen Mischmasch langweiliger Alltagsroutinen, den blauen Nächten voller Exzess, den konfettifarbenen Überraschungen und Zufällen, aus all den rosaroten Farben der Liebe. Und auch aus den Momenten tiefster Dunkelheit.

Kurz, aber ganz deutlich, flimmert rasende Wut in mir auf.
Eines ist mir plötzlich ganz bewusst:
Ich habe nicht vor, mich vom Leben in die Knie zwingen zu lassen.
Nicht heute und nicht jetzt.
Dafür bin ich viel zu trotzig.
Ich bin es gewohnt, die zweite Wange hinzuhalten, wenn ich geohrfeigt werde.
Und zu lächeln.
Das ist es, was ich auch weiterhin vorhabe.
Noch brauche ich ein wenig Geduld mit mir.
Ich muss das Lächeln wieder üben.
Aber ich werde es hinkriegen.
Irgendwie.

Mit ein wenig Glück liegt noch mindestens ein halbes Leben vor mir. Ein Leben, das ich mit Lachen, Tanzen, Reisen, Gefühlen und bunten Farben füllen will. Und vielleicht auch - irgendwann - mit Kindern. Mit einfach allem, was sich mir anbietet.
Darum geht es.
Ich habe es nur vergessen.


Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Willkommen im Zauberreich. Da dieser Blog ziemlich viel persönlichen Krimskrams enthält, lassen Sie uns einander doch duzen:

Schreib mir gerne einen Kommentar, bringe mich zum nachdenken, schmunzeln oder lachen. Aber bitte vergiss nicht, dass dieser Blog ein Spiegel meines Innen- und Gedankenleben ist. Ich würde mich demnach freuen, wenn du deine Worte sorgfältig wählst und behutsam mit den Dingen umgehst, die ich hier niederschreibe. Außerdem möchte ich dich darum bitten, mir deinen Namen oder wenigstens ein Kürzel unter dem Kommentar zu hinterlassen, damit ich weiß, mit wem ich es zu tun habe. Dankeschön!

Bitte beachte zudem, dass die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt werden. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung (https://zauberreich.blogspot.de/p/datenschutz.html) und in der Datenschutzerklärung von Google.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Von Tagebuchsachen

Vom Aufräumen

Von Dingen