Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Von Frühlingsgefühlen

Wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass ich eines Tages Spaß dabei empfinden werde, Kaltakquise zu betreiben, wäre ich vermutlich in halbwegs panisches Gelächter ausgebrochen und hätte mir ungläubig lächelnd an den Kopf getippt. Noch immer überrasche ich mich manchmal selbst:
Denn ich kann Vertrieb, bin sogar gut darin. Vermutlich weil ich vollkommen strategielos, sogar regelrecht unbedarft bei potentiellen Kunden aufschlage und einfach losquatsche, ohne mir den Kopf über Wortwahl und Inhalt zu zerbrechen. Die ersten Lacher heimse ich zumeist schon ein, wenn ich motiviert durch die Eingangtüren hüpfe und fröhlich "Servus, Grüezi und hallo." rufe.
Als ich bei einer dieser Vertriebstouren heute einen ziemlich hübschen Mann kennenlerne, merke ich, dass sich langsam Frühlingsgefühle in mir regen. Während wir uns durch den Smalltalk treiben lassen und ich mein Gegenüber mit Nervennahrung in Form von Schokolade versorge, stelle ich mir vor, dass er mich stante pede auf seinem Schreibtisch vernascht. Tut er aber nicht. Weil er Anstand besitzt. Und ich viel zu zurückhaltend bin, um im beruflichen Umfeld herumzubaggern. Mein Kopfkino genieße ich trotzdem. Zumindest bis er mich jäh aus meinem ganz persönlichen, kleinen Porno herausreißt und mir lächelnd mitteilt, dass er die Schokolade, die ich ihm mitgebracht habe, an seinen Kollegen weiterleiten wird, weil er selbst gerade diätet. Pah! Ich frage mich, welches Milligramm an seinem absolut perfekten Körper er weghungern will, hake aber nicht nach, um ihn nicht in Verlegenheit zu bringen. Stattdessen wird mir just in diesem Augenblick bewusst, dass ich mich nach einem Flirt sehne. Einem unverbindlichen, heftigen Flirt mit einem klugen Mann. Knisternd, offensiv, intensiv, dreckig, mitreißend und alles versprechend. Der mein Herz für einen Moment tanzen lässt.



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