Vom Schwindel

In letzter Zeit ist mir oft schwindelig. Hauptsächlich dann, wenn ich mich hinlege oder mich im Liegen von einer Seite zur anderen umdrehe. Wenn ich aufstehe, verschwindet das Schwindelgefühl meistens. Nur morgens, direkt nach dem Weckerklingeln, begleitet es mich noch für ein paar Minuten. Dann muss ich aufpassen, dass ich keine abrupten Bewegungen mit dem Kopf vollführe, weil es mir sonst die Beine wegzieht. Vor kurzem hatte ich mir vorgenommen, deswegen mal zum Arzt zu gehen. Aber dann verschwand der Schwindel wieder.

Nun ist er, seit ein paar Tagen, wieder da. Morgens muss ich aufpassen, dass ich nicht zu schnell aufstehe und mich nicht zu ruckhaft bewege, damit ich nicht umfalle. Heute hatte ich, nach einem wirklich harten Arbeitstag, zum ersten Mal auch tagsüber etwas vom Schwindel. Auf der Heimfahrt, nach der Arbeit, hätte ich am liebsten, wie ein kleines Mädchen, losgeheult. Vor Erschöpfung, Wut und Frustration über die Herausforderungen, die mein Arbeitstag für mich bereithie…

Vom leeren Kopf

"Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind Wünsche: leise Dialoge
täglicher Stunden mit der Ewigkeit."

(Rainer Maria Rilke) 

Die Sonne klebt an einem wunderbar wolkenfreien, blauen Himmel. Vogelschwärme ziehen über das Dach hinweg und der Wind entlockt den Laubbäumen vor dem Haus ein kaum wahrnehmbares Rauschen.
Ich stelle das rote Koffergrammophon auf den Balkon. Während ich die neuen Pflanzen, die ich für den Balkon gekauft habe, einpflanze und das sanfte Staubknacken des Grammophons genieße, singe ich leise mit. Über der einen oder anderen Pirouette, die ich zwischen den Pflanzkübeln tanze, leert sich mein Kopf. Ich denke an gar nichts mehr. Stattdessen genieße ich es, meine Hände in der Blumenerde zu vergraben und die Blumen zu pflanzen. Dabei bin ich ganz behutsam. Ich will nicht, weder aus Absicht noch aus Versehen, Blätter abzupfen oder Blüten abbrechen.
Zwischen den blauen Vergissmeinnicht und den bunten Strohblumen, die ich in die Erde setze, ist die Welt in Ordnung. Und ich denke, dass alles so bleiben soll. Alles soll genau so bleiben, wie es in diesem Augenblick ist.
So perfekt.

Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Willkommen im Zauberreich. Da dieser Blog ziemlich viel persönlichen Krimskrams enthält, lassen Sie uns einander doch duzen:

Schreib mir gerne einen Kommentar, bringe mich zum nachdenken, schmunzeln oder lachen. Aber bitte vergiss nicht, dass dieser Blog ein Spiegel meines Innen- und Gedankenleben ist. Ich würde mich demnach freuen, wenn du deine Worte sorgfältig wählst und behutsam mit den Dingen umgehst, die ich hier niederschreibe. Außerdem möchte ich dich darum bitten, mir deinen Namen oder wenigstens ein Kürzel unter dem Kommentar zu hinterlassen, damit ich weiß, mit wem ich es zu tun habe. Dankeschön!

Bitte beachte zudem, dass die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt werden. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung (https://zauberreich.blogspot.de/p/datenschutz.html) und in der Datenschutzerklärung von Google.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Vom Aufräumen

Von Tagebuchsachen

Von Dingen