Von 33 Fragen an Frauen / 1-11

Zurzeit mag ich keine Freitexte schreiben. Aber das macht ja nichts, weil das Internet ein stetiger Quell der Freude ist. So bin ich über einen (wenig anspruchsvollen) Artikel in der Welt gestoßen, in dem Männer Fragen an Frauen stellen, deren Antwort sie angeblich schon immer mal interessiert hat. Weil ich gerade selbst dabei bin eine Liste von Mädchenfragen zu erstellen, die ich Männern schon immer mal stellen wollte, nutze ich die Gelengeheit und hangle mich mal durch den Wust an mehr oder minder seltsamen Fragen.

Quelle: 33 Dinge, die Männer gern von Frauen wissen wollen, von welt.de
1. Sollen wir Euch auf der Straße ansprechen?

Ja. Ein paar alternative Vorschläge habe ich trotzdem noch:
in der Bahn (Bahngespräche können bezaubernd sein, wenn der Mann interessant ist. Und irgendwie sind sie wild romantisch, weil sie immer mit einem Abschied enden.)in einer Buchhandlung (Mein Favorit! Männer die lesen sind sehr attraktiv!)in einer Kneipe (Wobei es hierbei von Vorteil wäre, wenn du, …

Von der Seltsamkeit der Männer

Die längste durchgängige Zeit, in der ich single war, beträgt 4,5 Jahre. In dieser Zeit habe ich händeringend einen Mann gesucht, der mir gefällt. Aber es war, als hätte man mir ein für mich selbst nicht sichtbares "Achtung, diese Frau sucht verzweifelt einen Mann!" auf die Stirn tätowiert. Denn es gab einfach keine Männer, die mich wollten. Zumindest wenn man von dem Sadisten, der in seiner Kindheit sexuellen Missbrauch erfahren musste, absieht. Und von dem langhaarigen, blonden Mann, der nicht nur einen Kopf kleiner war als ich es bin, sondern auch so aggressiv sächsisch gesprochen hat, dass sich weder Anziehung noch körperliche Erregung einstellen wollten. Nicht mal unter dem massiven Einfluss von Alkohol und Haschisch. Und auch nicht in der Kombination beider Genussmittel. Ehrlich, ich habe es ernsthaft versucht.

Dabei war ich damals, finde ich, ganz nett und auch noch ein bisschen weniger vollweiblich, als ich es heute bin. Ich war - zumindest hoffe ich das - nie eine Frau, die sich angebiedert hat. Mir stand immer eher die Rolle der Kumpelfreundin. Die, mit der man ordentlich einen trinken konnte, die zum Pferdestehlen bereit war und jeden Blödsinn mitgezogen hat. Zu dieser Zeit hatte ich oft den Eindruck, nicht stereotyp weiblich genug zu sein. Ich habe niemals einem Mann hinterher spioniert, neige nicht zu hysterischen Anfällen, wenn ein Männerabend ansteht und kann nicht mit ausgeprägter Eifersucht auffallen. Streitpunkte diskutiere ich weder vor Freunden noch vor Familienmitgliedern, ich stehe darauf, unabhängig zu sein und mein eigenes Konto zu besitzen und finde es völlig okay, sich in einer Beziehung keine Kosenamen zu geben. Männer, die sich von ihrer Freundin, "Baby" nennen lassen, finde ich unfassbar gruselig und die Bezeichnung "Schatz" empfinde ich als nichtssagend. Ich bin gerne ich. Nicht immer nur Teil eines "wir". Sich für einander freuen zu können, nicht krampfhaft danach zu streben, den anderen zu verändern und der eigenen Wunschvorstellung anpassen, sondern ihn auch einfach mal sein zu lassen, ist mir wichtig. Mit diesen Überlegungen hatte ich damals häufig das Gefühl, zu kompliziert zu sein, um wirklich in eine Beziehung hineinzupassen. Wenn man den Partner einfach sein lässt, wer dieser sein will, geht sehr viel Reibungsfläche verloren. Das ist vermutlich der Punkt, an dem man beginnt, sich mit einander auseinanderzusetzen und sich zu unterhalten. Oder eben der Punkt, an dem das große Schweigen seinen Anfang (vom Ende) findet.

Heute weiß ich, dass Männer seltsam sind. Wenn man sie sucht, verschwinden sie vom Erdboden, aber wenn man sie meiden will, findet man einen nach den anderen. Im Moment meide ich sie. Und sammle vermutlich gerade deshalb die eine oder andere Einladung zum Kaffee. Bisher habe ich noch jedes Angebot, freundlich, aber vehement, ausgeschlagen. Nichtsdestotrotz ist es schön, viel herumzukommen. Ich knüpfe neue, spannende Kontakte, lerne die unterschiedlichsten Menschen kennen und genieße es sehr, mich auszutauschen. Und ich treffe Menschen wieder, die ich bereits kennengelernt habe. Gestern habe ich, für uns beide vollkommen unerwartet, meinen James Hetfield-Verschnitt aus der Brausepulvernacht wiedergetroffen. Aber das ist dann wohl Stoff für einen anderen Post.

Kommentare

  1. Antworten
    1. Ich würd´ dich ja auch zum Kaffee einladen. Ganz ohne "Hintergedanken" ... :-)

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    2. Du bist doch in Norddeutschland zuhause?
      Ich bin voraussichtlich Anfang Mai in Bremen und im September in Ostfriesland.
      Passt da was?

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    3. Ich bin noch ganz viel nördlicher zu finden. Aber, ja, kriegen wir hin! Eines von beiden wird schon passen.
      Das würde mich freuen! :-)

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    4. Mich würde das auch ausserordentlichst freuen!
      Wir können das dann gerne via eMail festzurren.

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    5. Sehr gerne.
      Sag mir Bescheid, wenn du ein Datum hast und genau weißt, wo es dich hin verschlägt.

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