Von 33 Fragen an Frauen / 1-11

Zurzeit mag ich keine Freitexte schreiben. Aber das macht ja nichts, weil das Internet ein stetiger Quell der Freude ist. So bin ich über einen (wenig anspruchsvollen) Artikel in der Welt gestoßen, in dem Männer Fragen an Frauen stellen, deren Antwort sie angeblich schon immer mal interessiert hat. Weil ich gerade selbst dabei bin eine Liste von Mädchenfragen zu erstellen, die ich Männern schon immer mal stellen wollte, nutze ich die Gelengeheit und hangle mich mal durch den Wust an mehr oder minder seltsamen Fragen.

Quelle: 33 Dinge, die Männer gern von Frauen wissen wollen, von welt.de
1. Sollen wir Euch auf der Straße ansprechen?

Ja. Ein paar alternative Vorschläge habe ich trotzdem noch:
in der Bahn (Bahngespräche können bezaubernd sein, wenn der Mann interessant ist. Und irgendwie sind sie wild romantisch, weil sie immer mit einem Abschied enden.)in einer Buchhandlung (Mein Favorit! Männer die lesen sind sehr attraktiv!)in einer Kneipe (Wobei es hierbei von Vorteil wäre, wenn du, …

Vom Papier

Während ich den Arbeitsvertrag mit meinem neuen syrischen Mitarbeiter bespreche, lächelt er. Zunächst schiebe ich es darauf, dass er sich darüber freut, dass wir ein Arbeitsverhältnis eingehen. Dann aber unterbricht er mich. Im absolut perfekten Deutsch wendet er sich schmunzelnd an mich.

"Im Flüchtlingsheim, wo ich wohne, gibt es einen Witz, den man sich über die Deutschen erzählt.", sagt er, "Eigentlich ist das ein Witz, der nur bei uns bleibt und den wir nicht weiter erzählen. Aber ihr Arbeitsvertrag ist so umfangreich..."
"Erzählen sie mir den Witz?", frage ich freundlich.
Er nickt.
"Aus Ländern, die man besucht, bringt man Souvenirs mit.", erzählt er, "Aus Italien bringt man zum Beispiel eine Flasche Limoncello mit. In der Schweiz kauft man Schokolade. Was aber bringt man aus Deutschland mit?"
Erwartungsvoll sieht er mich an.
Ich schüttle ahnungslos den Kopf und zucke mit den Schultern.
Er strahlt mich an.
"Aus Deutschland bringt man eine Alditüte voller Papier mit!"

Wir lachen herzlich, wobei die tiefen Lachfältchen, die sich um seine Augen ranken, tanzen. Und ich finde es irgendwie schön, dass er noch so lachen kann, so frei und unbeschwert, obwohl er in den vergangenen Jahren so viele Familienmitglieder hat sterben sehen und selbst ein Verfolgter war.
"Danke.", sagt er, als wir wieder zu Atem kommen, "Danke für den Arbeitsvertrag. Ich freue mich darauf, endlich wieder zu arbeiten."

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