Vom Schwindel

In letzter Zeit ist mir oft schwindelig. Hauptsächlich dann, wenn ich mich hinlege oder mich im Liegen von einer Seite zur anderen umdrehe. Wenn ich aufstehe, verschwindet das Schwindelgefühl meistens. Nur morgens, direkt nach dem Weckerklingeln, begleitet es mich noch für ein paar Minuten. Dann muss ich aufpassen, dass ich keine abrupten Bewegungen mit dem Kopf vollführe, weil es mir sonst die Beine wegzieht. Vor kurzem hatte ich mir vorgenommen, deswegen mal zum Arzt zu gehen. Aber dann verschwand der Schwindel wieder.

Nun ist er, seit ein paar Tagen, wieder da. Morgens muss ich aufpassen, dass ich nicht zu schnell aufstehe und mich nicht zu ruckhaft bewege, damit ich nicht umfalle. Heute hatte ich, nach einem wirklich harten Arbeitstag, zum ersten Mal auch tagsüber etwas vom Schwindel. Auf der Heimfahrt, nach der Arbeit, hätte ich am liebsten, wie ein kleines Mädchen, losgeheult. Vor Erschöpfung, Wut und Frustration über die Herausforderungen, die mein Arbeitstag für mich bereithie…

Von der uralt-Festplatte: Tagtraum

Gestern kam ich auf die Idee, mal in der Kabelkiste zu kramen, die seit Jahren unangerührt im Schrank steht, und entdeckte dort meine alte Festplatte. Natürlich war ich neugierig. Und seitdem vertreibe ich mir meine Zeit mit einer kleinen Zeitreise. Die erstaunliche Erkenntnisse mit sich bringt. Eine ist die, dass ich offenbar gar nicht seit 2012 blogge. Sondern seit 2010. Der erste Blog war auf myblog. Der zweite auf twoday. Ich kann mich tatsächlich noch daran erinnern, dass ich ganz aufgeregt vor meinem Computer saß und auf Kommentare wartete, nachdem ich den ersten Post abgesetzt hatte. Und ich wartete und wartete und wartete. Aber es geschah: nichts. Und jetzt guckt mal nach links: Ich habe elf Follower. Andere Blogger mögen darüber müde lächeln. Ich dagegen freue mich und bin ein bisschen stolz, dass ich überhaupt einen Leser hab. Toll, oder?! :-)


Ich habe unwahrscheinlich viele tolle Dinge auf meiner alten Festplatte gefunden.
Unter anderem ein word-Dokument mit dem Titel "Tagtraum". Ein unschuldiger Text. Der mir heute Abend als Lückenfüller für den Blog dienen wird. Ich gönne mir heute Abend eine Pause und gehe träumen.



Tagtraum

Nur mit einer Shorts bekleidet, sitzt du auf deinem Schreibtischstuhl und telefonierst. Du bist entspannt, plänkelst mit deinem Gesprächspartner rum. Ihr redet über dies und das und bringt euch gegenseitig auf den neuesten Stand. Ich trete von hinten leise an dich heran. Rechts und links neben deinem Hals legen sich meine Hände auf dich. Du drehst den Kopf, lächelst mich an. Ich grinse zurück. Verschmitzt. Ich habe einen Plan. Noch immer hinter dir stehend fahren meine Hände deine Brust hinab, legen sich an deine Seiten, dort, wo der Saum deiner Shorts beginnt. Ich zupple ein wenig an ihm herum. Du schüttelst den Kopf. Ich beiße mir auf die Lippen und unterdrücke ein Lachen. Fahre mit den Fingerspitzen unter den Saum und kitzle dich dort. Halte dann inne und ziehe meine Finger zurück. 

Stattdessen trete ich vor dich und knie mich zwischen deine Beine. Ich muss ein bisschen den Kopf einziehen, damit ich ihn mir nicht an deinem Schreibtisch stoße. Ich greife mit beiden Händen nach deinen Knien und drücke sie ein bisschen weiter auseinander. Dann fange ich an, dein linkes Knie zu küssen. Ganz langsam, in aller Seelenruhe, arbeite ich mich nach oben vor, fahre mit der rechten Hand langsam den Innenschenkel des anderen Beines hinauf. Doch anstatt deine Shorts beiseite zu schieben, um, auf der einen Seite, meiner Hand und, auf der anderen Seite, meinem Mund Platz zu schaffen, bleibe ich über dem Stoff. Meine Fingernägel kratzen leicht über deine Shorts. Plötzlich spürst du etwas Warmes, durch den Stoff hindurch. Du schaust nach unten und siehst, wie ich nach oben schaue und mit der Zunge über den Stoff lecke, der über deinen Hoden liegt. Ich beobachte dich ganz genau. Manchmal halte ich in meinen Bewegungen inne – dann, wenn ich denke, dass du dich konzentrieren musst, auf dein Telefonat und deinen Gesprächspartner. Aber sobald du wieder etwas entspannter bist und dein Atem sich beruhigt, bin ich wieder da. Ich quäle dich mit leichten, ganz sanften Bissen an den Innenschenkeln, streiche über deine Hoden, sauge sie sanft durch den Stoff an. Aber ich bin akribisch darauf bedacht, nicht deinem Schwanz zu nahe zu kommen. Alle Berührungen finden nur im Drumherum statt. 


Irgendwann wirkst du etwas genervt. Vermutlich kannst du dich nicht mehr konzentrieren. Also stehst du auf und setzt dich auf dein Bett. Ich grinse in mich hinein. Wie böse du wohl wirst, wenn ich dich jetzt weiter ärgere? Andererseits… ich muss dich ja nicht ärgern. Ich schmunzle in mich hinein. 

Zögerlich nähere ich mich dir. Du sitzt mit ausgestreckten Beinen da und schaust mich argwöhnisch an, während du etwas in dein Telefon sagst. Ich weiß nicht, was du da erzählst, ich will dich gerade viel zu sehr haben, als dass ich mich darauf konzentrieren kann. Auf dem Weg zu dir entledige ich mich meiner Hose, so dass ich nur noch Slip, BH und ein Shirt trage. Ich hebe beschwichtigend die Hände, als ich mich auf deine Beine setze (so, dass sich meine Knie auf dem Boden, rechts und links von deinen Oberschenkeln, befinden). Und starre dich an. Versuche es mit Telepathie: Ich. Will. Sex. – sagen dir meine Augen. Aber das scheint nicht zu funktionieren. Ungeduldig zapple ich ein bisschen auf dir herum. Dabei merke ich, dass das eigentlich ganz gut ist. Mmh… Ich schließe die Augen. Spüre, wie meine Schamlippen über deine Oberschenkel reiben. Ganz unauffällig. Atme tief ein. Öffne die Augen leicht, um zu beobachten, ob du etwas bemerkt hast. Du siehst nicht so aus. Ich streife mit der rechten Hand über meine rechte Brustwarze. In einer ganz unauffälligen Bewegung. Sie richtet sich sofort auf. Reckt sich keck durch das T-Shirt. Ich spreize meine Beine ein wenig und drücke mich ein Stück von dir hoch. 

Ich kann nicht… Ich kann nicht aufhören, denke ich. Langsam fange ich an mich, in kreisenden Bewegungen, an dir zu reiben, an deinen Beinen. Mein Atem wird sofort schneller. Für einen kurzen Moment bin ich unsicher. Typisch ich. Aber dann… bin ich eben einfach ich… Ich habe Lust. Jetzt. Ich will jetzt Spaß. Meine Schamlippen reiben über deine Oberschenkel, jetzt fester, fordernder und gar nicht mehr unauffällig, ich verfluche dein dämliches Telefonat und stelle mir deine Zunge zwischen meinen Beinen vor. Wie du das erste Mal dein Gesicht zwischen meinen Schenkeln vergräbst und ich
mich mit aller Macht darauf konzentrieren muss, dich nicht noch näher an mich heranzuziehen, sondern dich selbst entscheiden zu lassen. Deine Zunge, die meine Schamlippen entlangfährt und der ich mich entgegenstrecke, gierig, aber die mir nie so viel gibt, dass es mich wirklich befriedigen würde, sondern mich immer ein kleines bisschen unruhiger zurücklässt. 


Mit diesem Kopfkino beschäftigt, habe ich mittlerweile die Augen geschlossen. Aber noch bist du ein bisschen da. Noch ist mir, irgendwo am Rande meines Bewusstseins, klar, dass ich auf deinen Beinen sitze. Abrupt wird es mir zumindest wieder klar, als du ein bisschen deine Beine bewegst. Du öffnest sie ein wenig, so, dass ich meine Beine noch etwas mehr spreizen muss und sich unter mir, unter meiner Scham, jetzt Luft befindet, die die Hitze kühlt. Ich öffne die Augen und begegne deinem Blick. Keine Ahnung, ob du noch telefonierst. Ich achte gar nicht darauf. Aber ich merke, wie mir die Röte ins Gesicht schießt. Aha, da ist wohl doch noch ein bisschen Schamgefühl in mir. Ich fühle, wie die Scham in meinem Gesicht brennt. Weiche deinem Blick aus. Schaue nach unten. Himmel, ist das peinlich. Gleichzeitig fühle ich, dass ich nicht mehr feucht bin, sondern nass. Ich fühle, wie meine Unterwäsche diese Nässe auffängt. Gott sei Dank trage ich Unterwäsche! schießt es mir in den Kopf. Als du nach meiner Hand greifst, sehe ich auf. Nur kurz. Ich kann dir gerade nicht in die Augen sehen. Du streichst sanft mit dem Daumen über meinen Handrücken. Dann nimmst du meine Hand und schiebst sie in Richtung meines Körpers. Was soll das? will ich fragen. Ich will dich anfassen… Aber du legst meine Hand auf meinen Bauch. Langsam führst du sie hinab. So das sie auf meinem Slip zur Ruhe kommt. Willst du…? 


Ich spüre deinen Blick auf mir. Einen Hauch von Belustigung. Darüber, dass ich mich nicht zusammenreißen konnte. Nackt. denke ich. Völlig nackt fühle ich mich. Durchschaut. Und du? Du bist amüsiert. Und du blickfickst mich. Ich spüre das ganz deutlich. Deshalb überrascht es mich kaum, als du nach meinem Zeigefinger greifst und damit beginnst, ihn auf meiner Scham zu bewegen. Kleine Kreise zeichnest du oberhalb meiner Unterwäsche. Gänsehaut. Dann lässt du meinen Finger los. Legst deine Hand ruhig neben deinen Körper. Wartest. Ich schließe die Augen. Unsicher. Komm, flüsterst du. Wirklich? Oder bilde ich mir das ein? Minuten vergehen, in denen ich nicht weiß, ob du wirklich das von mir willst, was ich glaube. Während du seelenruhig wartest und ich immer unsicherer werde, schweife ich langsam wieder ab. Und seufze leise auf.  Lasse die Gedanken treiben.


Ohne es zu bemerken, habe ich begonnen, mit den Fingern meine Scham entlangzufahren. Langsam. Mit Zeige- und Mittelfinger zeichne ich die Schamlippen nach. Ziehe vorsichtig an meinem Höschen, so dass es sich zwischen die Schamlippen legt. Mein Kopf fällt langsam in den Nacken, die Augen habe ich geschlossen. Meine Haare kitzeln mich auf der Schulter. Hin- und hergerissen frage ich mich, ob ich loslassen soll. Aber eigentlich liegt das gar nicht so recht in meiner Macht. Zwischen deinen Oberschenkeln spreize ich, mit Zeige- und Ringfinger, meine Schamlippen und lasse meinen Mittelfinger, über dem Slip, auf dem Kitzler tanzen. Mein Atem geht jetzt tief und schnell. Mit der anderen Hand necke ich, durch das T-Shirt hindurch, meine Brustwarzen. In mich gekehrt. Nur der Lust nachgebend. 


Irgendwann lasse ich meinen Oberkörper etwas nach vorne fallen, stütze mich auf meine linke Hand. Die rechte zieht meinen Slip beiseite, um sich Platz zu machen. In dem Moment, als ich mit dem Mittelfinger in mich eindringe, öffne ich die Augen und schaue dich an. Zeitgleich kann ich mich nicht mehr zurückhalten: Ein leises Stöhnen entfährt mir. Du telefonierst doch nicht etwa noch? Nein, es sieht nicht so aus. Meine linke Hand krampft sich in dein Bettlaken, während ich mich auf sie stütze. Vier-, fünfmal dringe ich mit dem Mittelfinger in mich ein. Das erste Mal quälend langsam, genüsslich, aber von Mal zu Mal werde ich gieriger, schneller, will mehr Tiefe, mehr Geschwindigkeit und mehr Druck. 


Als ich mir deines Blickes das nächste Mal bewusst werde, reicht es mir. Noch einmal dringe ich in mich ein, dieses Mal nehme ich den Zeigefinger dazu. Eigentlich will ich es bei diesem einen Mal belassen, aber dazu fehlt mir in diesem Moment die Kontrolle. Wieder und wieder genieße ich meine Finger, während mein Handballen meinen Kitzler massiert. Schon längst bin ich nicht mehr still. Du kannst meine Lust hören – meinen Atem, mein leises, noch einigermaßen kontrolliertes, Stöhnen, aber auch meine Nässe. Schließlich aber entsinne ich mich meines eigentlichen Plans. Ich ziehe Zeigefinger und Mittelfinger aus mir heraus, beuge mich zu dir hin und hauche dir einen Kuss auf die Nasenspitze. Dann setze ich mich gerade auf, grinse dich an und führe meinen Zeigefinger zu meinem Mund. Ich rieche meinen Geruch, meine Lust. Sauge erst an meiner Fingerspitze, bis ich mir den Finger langsam in den Mund schiebe. Dein Blick ruht beharrlich auf mir. Ich rücke ein Stück höher, so dass ich auf deiner Shorts zu sitzen komme, und lege dir meinen Mittelfinger auf die Lippen. 


Ich glaube, dass es drei Arten gibt, mit einem Menschen Sex zu haben. Du schläfst mit jemanden, du vögelst jemanden oder du fickst jemandem. Mein Blick sagt: Fick mich. Und vielleicht flüstere ich dir auch genau das ins Ohr, als ich mich ein Stück von dir hochdrücke und fordernd mit der Hand unter deine Shorts fahre, um mir zu nehmen, was ich will und brauche.

Kommentare

  1. Nur um ausbleibende Kommentare zu verhindern:

    "Fick mich" + "um mir zu nehmen, was ich will und brauche": Welch gelungene Beschreibung süßer Ambivalenz!

    Grüße aus Taormina

    M.

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    1. Taormina hat 10.909 Einwohner. Ich hätte dich alleine am Wort "Ambivalenz" erkannt ;-)
      Ich hoffe, du trinkst dort eine Menge Mandelwein.

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    2. Ich muss wohl mehr auf meine Wortwahl achten... ;-)

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    3. Nö. Sag alles, was dir in den Sinn kommt!

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    4. Das werde ich vielleicht an anderer Stelle tun...

      M.

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  2. Nichts Besseres kann einem Mann widerfahren, als eine Frau, die durch eigene Initiative und Verführung ihn zum Führen bringt.

    Jetzt würde ich nur noch gerne die exakte Abgrenzung von "Vögeln" zu "Ficken" von Dir hören?

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    1. Ein Satz, den man in jeden Bettrahmen kratzen sollte!
      Und die Antwort auf Rains Frage interessiert mich brennend!

      M.

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    2. Die Antwort auf Rains Frage interessiert mich auch. Bei all den Feinheiten, die es da zweifelsohne gibt... bei der Abgrenzung komme ich ins Grübeln.

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    3. Der Text ist ja schon viele Jahre alt. Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht mehr, wie genau ich den Unterschied definiert habe. Vermutlich ging das damals in die Richtung, die Horseman weiter unten vorschlägt. Sex gemessen in Härtegraden.

      Heute ist für mich "miteinander schlafen" zärtlicher vanilla Kuschelsex, der davon lebt, einander kaum bis gar nicht zu berühren. "Vögeln" ist für mich (persönlich) mittlerweile negativ belegt und ein Begriff, den ich versuche zu vermeiden. Und "ficken" - nun ja. Dreckiger, kompromissloser Sex mit ausgeschalteten Kopf, rein trieb- und bedürfnisgesteuert. Klar, oder?

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  3. Ohlala. Was darf ich da am frühen Morgen lesen! Toll geschrieben!!!
    Ich selbst sehe die Abgrenzung von "Vögeln" zu "Ficken" in der Intensität.
    "Vögeln" ist für mich "softer".

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    1. Du verstehst mein früheres Ich ;-) Ich glaube, genau so hatte ich das damals gemeint.
      Danke.

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  4. Schöner Traum, gut das du ihn gefunden hast.

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    1. Ja. Ich habe mich auch darüber gefreut... Es wäre schade, wenn er verloren gegangen wäre.

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