Von 33 Fragen an Frauen / 1-11

Zurzeit mag ich keine Freitexte schreiben. Aber das macht ja nichts, weil das Internet ein stetiger Quell der Freude ist. So bin ich über einen (wenig anspruchsvollen) Artikel in der Welt gestoßen, in dem Männer Fragen an Frauen stellen, deren Antwort sie angeblich schon immer mal interessiert hat. Weil ich gerade selbst dabei bin eine Liste von Mädchenfragen zu erstellen, die ich Männern schon immer mal stellen wollte, nutze ich die Gelengeheit und hangle mich mal durch den Wust an mehr oder minder seltsamen Fragen.

Quelle: 33 Dinge, die Männer gern von Frauen wissen wollen, von welt.de
1. Sollen wir Euch auf der Straße ansprechen?

Ja. Ein paar alternative Vorschläge habe ich trotzdem noch:
in der Bahn (Bahngespräche können bezaubernd sein, wenn der Mann interessant ist. Und irgendwie sind sie wild romantisch, weil sie immer mit einem Abschied enden.)in einer Buchhandlung (Mein Favorit! Männer die lesen sind sehr attraktiv!)in einer Kneipe (Wobei es hierbei von Vorteil wäre, wenn du, …

Vom Warten auf den Schnee


„Er musste lächeln, als er beobachtete, wie ihr Blick immer wieder nach draußen wanderte, zu den Flocken, die so langsam an den großen Fenstern vorbeischwebten, als drehe sich die Welt plötzlich in Zeitlupentempo.“

(Cornelia Funke: Herr der Diebe)

Ich lege meine Handflächen gegen die Fensterscheibe. Sie sind ganz warm und lassen das Glas sofort beschlagen. Ich sehe hinaus und flüstere sanft: „Schnee! Ich will Schnee…“.

Aber meine Bitte bleibt unerhört. Es schneit nicht. Obwohl der Himmel danach aussieht, so grau und schneevoll; obgleich sich die Sonne im Dunst bricht und alles bereits nach Schnee riecht. Zwischen meinen Händen hindurch hauche ich meinen Atem gegen die Scheibe und zeichne mit der Fingerspitze meines rechten Zeigefingers ein Herz auf das Glas. Mein Herz für dein Herz. Denke ich. Ein Leben für ein Leben.

Dann muss ich lächeln. In die Welt hinaus. So ist das also, wenn man schließlich groß, beinahe erwachsen ist und endlich so viele Fensterbilder mit den Fingern malen kann, wie man es schon immer – allen mütterlichen Ermahnungen zum Trotz – tun wollte. Ich werde meine Fenster nicht putzen. Stattdessen schaue ich nach draußen und warte auf den ersten richtigen Schnee des Jahres.
 

In mir ist es Winter geworden und ich habe es nicht einmal bemerkt.
Die Welt vor meinem Fenster steht still.



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