Vom Schwindel

In letzter Zeit ist mir oft schwindelig. Hauptsächlich dann, wenn ich mich hinlege oder mich im Liegen von einer Seite zur anderen umdrehe. Wenn ich aufstehe, verschwindet das Schwindelgefühl meistens. Nur morgens, direkt nach dem Weckerklingeln, begleitet es mich noch für ein paar Minuten. Dann muss ich aufpassen, dass ich keine abrupten Bewegungen mit dem Kopf vollführe, weil es mir sonst die Beine wegzieht. Vor kurzem hatte ich mir vorgenommen, deswegen mal zum Arzt zu gehen. Aber dann verschwand der Schwindel wieder.

Nun ist er, seit ein paar Tagen, wieder da. Morgens muss ich aufpassen, dass ich nicht zu schnell aufstehe und mich nicht zu ruckhaft bewege, damit ich nicht umfalle. Heute hatte ich, nach einem wirklich harten Arbeitstag, zum ersten Mal auch tagsüber etwas vom Schwindel. Auf der Heimfahrt, nach der Arbeit, hätte ich am liebsten, wie ein kleines Mädchen, losgeheult. Vor Erschöpfung, Wut und Frustration über die Herausforderungen, die mein Arbeitstag für mich bereithie…

Vom Vertrauen

Nachdem wir das einstündige Telefonat beendet haben, bleibe ich noch ein wenig im Auto sitzen. Mittlerweile ist es dunkel und allmählich kühlt das Auto aus. Dennoch kann ich mich nicht losreißen. Während mein Blick auf dem hell erleuchteten Supermarkt ruht, denke ich darüber nach, dass ich es irgendwie merkwürdig finde, dass es jetzt einen Menschen in meinem Leben gibt, dem ich so viel von mir erzählen kann. Das ist zweifelsohne schön. Aber gleichzeitig ist es auch gruselig. Denn ich war nie jemand, der sich einem anderen Menschen gegenüber leichtfertig öffnet.
Nach diesem Telefonat habe ich das Gefühl, zu viel von mir gesprochen und zu wenig zugehört, zu wenige Nachfragen gestellt und zu wenig Interesse gezeigt zu haben. Das behagt mir nicht. Und dennoch spüre ich die leise Sicherheit, das tun zu dürfen. Da ist ein ganz zartes Gefühl in mir. Eines von denen, die so zerbrechlich sind, dass man sie kaum in Worte zu fassen vermag: Das Gefühl, sich zumuten zu dürfen. Der Anfang von Vertrauen.

Kommentare

  1. Ein tolles Gefühl - oder ? Kenne es und es ist einfach nur schön. Genieß es und halte solche Momente fest.

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    1. Ja. Das ist wichtig. Diese Momente festhalten und sich in dunkleren Zeiten daran wärmen.

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