Vom Aufwachen

Ich sehne mich danach, von dir geweckt zu werden. Vollkommen nackt kniest du über meinem Gesicht, auf der Eichel deines harten Schwanzes glitzert ein Lusttropfen. Während ich noch verschlafen blinzle, schiebst du dich langsam, aber bestimmt, zwischen meine Lippen. Immer tiefer tauchst du in meinen Mund ein. Als du den Widerstand hinten, in meinem Rachen, überwindest, nimmst du mir die Luft. Mein Körper verkrampft sich. Du spürst es und stöhnst genüsslich. Zu wissen, dass ich dir nicht ausweichen, meinen Kopf nicht wegziehen kann, weil er von dir, deinem Schwanz, bereits tief in die Matratze gedrückt wird, gefällt dir.
Als du den tiefsten Punkt in mir erreichst, hältst du inne.
Wartest.
Spürst das Zucken, das in Wellen durch meinen Körper läuft.
Nimmst förmlich überdeutlich wahr, wie ich unwillkürlich, aber dafür sehr bereitwillig, meine Schenkel spreize.
Du lächelst in dich hinein. Weißt, dass du mich jetzt an dem Punkt hast, an dem du mich haben wolltest. Alle Widerspenstigkeit ist, …

Vom Mitgefühl

"Ich hatte ihnen die Formulare doch gegeben?", frage ich den alten Mann freundlich.
"Ja.", erwidert er und schaut zu Boden, "Aber ich habe sie nicht mehr.".
Irgendetwas stimmt nicht, denke ich. Ich sehe mir den weißhaarigen Herrn, der vor mir steht, genauer an. Sein blasses Gesicht ist von tiefen Falten durchzogen, die freundlichen, liebevollen Augen wandern unruhig im Zimmer umher. Dass er sich unwohl fühlt, steht überdeutlich im Raum.
"Das ist kein Problem.", sage ich sanft und muss kurz dem Impuls widerstehen, meine Hand auf die seine zu legen, "Ich gebe sie ihnen einfach nochmal.". Mit diesen Worten drehe ich mich um und krame in der Ablage nach den entsprechenden Dokumenten. Bemüht beiläufig hake ich leise nach.
"Haben sie die Formulare verloren? Das ist nicht schlimm, mir passiert das auch oft.", sage ich, zucke mit den Schultern und gebe dann umunwunden zu, "Ich bin ein bisschen unordentlich. Davon abgesehen überfordert mich dieser ganze Papierkram auch.".

Er reagiert nicht auf mich. Aus den Augenwinkeln heraus kann ich beobachten, dass der alte Mann konzentriert seine Schuhspitzen mustert.
"Na, ist ja auch egal.", wende ich schließlich ein, ziehe die gewünschten Dokumente hervor und reiche sie ihm über den Tresen.

"Ich habe sie aufgegessen.", sagt er, sieht plötzlich hoch und schaut mir direkt in die Augen.
"Bitte?", frage ich verwirrt. Es dauert einen Moment bis mir klar wird, dass er die Formulare meint. "Sie haben die Dokumente gegessen?", frage ich irritiert und erwidere seinen Blick.
Er sagt einfach nur: "Ja.".
Und: "Ich hatte Hunger. Das Arbeitsamt verweigert mir seit Wochen die Leistungen, ich bin krank, kann kaum noch aus dem Haus gehen, davon abgesehen, dass mir zum Einkaufen eh das Geld fehlt. Ich hatte einfach Hunger. Und dann hab ich sie gegessen. Die Formulare.".
Für einen Moment bin ich völlig überfordert.
"Und ich rede hier davon, dass mich der ganze Bürokratiemist überfordert...", sage ich leise. Ich spüre, wie ich langsam rot werde. Die Scham brennt sich durch mein Gesicht. Dicht gefolgt von Mitgefühl. Und unbändiger Wut.

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