Von 33 Fragen an Frauen / 1-11

Zurzeit mag ich keine Freitexte schreiben. Aber das macht ja nichts, weil das Internet ein stetiger Quell der Freude ist. So bin ich über einen (wenig anspruchsvollen) Artikel in der Welt gestoßen, in dem Männer Fragen an Frauen stellen, deren Antwort sie angeblich schon immer mal interessiert hat. Weil ich gerade selbst dabei bin eine Liste von Mädchenfragen zu erstellen, die ich Männern schon immer mal stellen wollte, nutze ich die Gelengeheit und hangle mich mal durch den Wust an mehr oder minder seltsamen Fragen.

Quelle: 33 Dinge, die Männer gern von Frauen wissen wollen, von welt.de
1. Sollen wir Euch auf der Straße ansprechen?

Ja. Ein paar alternative Vorschläge habe ich trotzdem noch:
in der Bahn (Bahngespräche können bezaubernd sein, wenn der Mann interessant ist. Und irgendwie sind sie wild romantisch, weil sie immer mit einem Abschied enden.)in einer Buchhandlung (Mein Favorit! Männer die lesen sind sehr attraktiv!)in einer Kneipe (Wobei es hierbei von Vorteil wäre, wenn du, …

Von Tagebuchsachen

Der Mann im Baumarkt hat "50 shades of Grey" (btw: Schlechtestes Buch der Welt) gelesen. Oder zumindest den Kinofilm gesehen. Denn sein Blick, als ich ihn frage, wo ich Kabelbinder finde, ist einfach nur Gold wert: Ihm rutscht nicht nur alles aus dem Gesicht, sondern er wechselt auch gleich zweimal die Gesichtsfarbe, während er mich von Kopf bis Fuß mustert. Die Situation ist einfach nur köstlich und bringt mich dazu, leise in mich hineinzukichern.
Leider kippt meine Stimmung im Laufe des Tages. Es ist ein langsames Kippen, aber irgendwann kann ich ihm nicht mehr standhalten.
  • T. bittet mich, noch ein wenig zu bleiben. Ich zögere kurz. Ja, ich zögere wirklich. Erinnere mich an die letzten Worte, die gefallen sind und an das Versprechen, das ich mir selbst gegeben habe: Ich habe die Tür geschlossen. Ein Zurück gibt es nicht mehr. Ich brauche Respekt, Wertschätzung, Sicherheit und Stabilität in meinen Beziehungen. Menschen, die mir gut tun.
  • Der Motorradfahrer fliegt schneller aus der Kurve, als ich es realisieren kann. Sein Kopf schlägt auf dem Asphalt auf, der Körper rutscht hinterher und schrammt einige Meter über den Beton. Viel Blut. Viele Polizisten. Viele Sanitäter. Mein Erste-Hilfe-Kasten. Einer der Sanitäter fragt, ob er mir meinen Erste-Hilfe-Kasten wieder auffüllen soll. In dem hektischen Geschehen um mich herum wirkt die Frage merkwürdig irrelevant. Aber wenigstens halte ich etwas in den Händen, an dem ich mich festhalten kann. Ich schüttle den Kopf. Meinen Erste-Hilfe-Kasten gebe ich nicht aus der Hand.
  • Es gibt einen Menschen, der mir sehr unter die Haut geht. Wahrscheinlich ist das nicht gut. Ich bin nicht gut darin, emotionale Distanz zu wahren, wenn ich jemanden mag. Irgendwie geht das alles zu schnell. Am Abend bin ich merkwürdig leicht verletzbar und spüre, wie die Angst in mir hochkriecht. Nicht gut, nicht gut, nicht gut. Zu viel Risiko, erneut beschädigt aus diesem Wiedersehen herauszugehen. Außerdem bin ich doch noch ganz kaputt. Und generell irgendwie irreparabel.
Aber ich bin am Leben. Das Leben erscheint so wertvoll nach einem Tag wie diesem. Trotzdem fühle ich mich gerade einfach nur traurig.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Vom Mittag

Vom Aufräumen

Von Tagebuchsachen